Burgpreppach —  Bald ist wieder ein Lebensmittelladen im Dorf, in dem die Bewohner ihre Grundbedürfnisse werden decken können. Ende Oktober oder Anfang November wird der Dorfladen in Burgpreppach eröffnet. Die Arbeiterwohlfahrt Ebern (Awo) wird ihn in eigener Regie betreiben, unterstützt von der Gemeinde Burgpreppach und dem Verein "Heimat und Kulturtreff Burgpreppach". An den Kirchweihtagen bestand für die Bevölkerung die Gelegenheit, sich in den Räumen des künftigen Ladens schon mal umzuschauen.
In einem Gespräch berichteten der stellvertretende Bürgermeister Günther Stottele und die Projektleiterin der Awo, Dana Dorst, über den Stand der Ladeneröffnung. Die Regale stehen, sind aber noch leer und sollen in den letzten Oktobertagen befüllt werden. Bis dahin soll auch die Beleuchtung fertig installiert und die Kühlgeräte einsatzfähig sein. Auf die Frage, wie derzeit die Bevölkerung zu dem Dorfladen-Projekt stehe, antwortete Günther Stottele sehr offen und ehrlich: "Hoffentlich hält sich's", sagten manche skeptisch, andere seien dagegen sehr erfreut darüber, dass bald wieder die Möglichkeit zum Einkaufen vor Ort sei.
Er berichtete auch, dass es viele Familien gegeben habe, die in dem Edeka-Laden, der vor etwas mehr als einem Jahr schloss, so gut wie alles kauften. Wenn dieser Umstand wieder eintreten würde, wäre es nur gut für den Laden. Zu wenig wäre es allerdings, so Stottele, wenn die Leute nur für ein Stückchen Butter, das sie beim Einkaufen in Hofheim oder Ebern vergessen haben, in den Dorfladen kämen.
Entscheidend dürfte auch sein, was im Laden angeboten wird. Die Awo will sich, so sagte der Bürgermeisterstellvertreter, an den Bedürfnissen der Kunden orientieren und Waren von verschiedene Lieferanten - besonders auch aus der Region - beziehen. Im Gegensatz zu den Großmärkten wolle man das Sortiment sinnvoll begrenzen. Ein Vorteil dürfte sein, dass der Laden gut fußläufig zu erreichen ist. Auch an einen Lieferservice ist gedacht, Einzelheiten liegen allerdings noch nicht vor.


Kaffeeplausch im Nebenraum

In einem Nebenraum wird für Besucher die Möglichkeit bestehen, sich bei Kaffee und Kuchen zu einem Plausch zu treffen. Über die Öffnungszeiten hier dürfen die Kunden entscheiden, je nachdem, wie sie den Raum zur Kommunikation nutzen wollen. Günther Stottele und Dana Dorst zeigten sich zuversichtlich, dass der Dorfladen Burgpreppach ein Erfolgsmodell werden kann.