Zwei Niederlagen kassierten die Bayreuth Tigers in der DEL 2 am Wochenende. Dem 1:7 in Kassel am Freitag folgte am Sonntagnachmittag ein 2:5 auf eigenem Eis gegen die Ravensburg Towerstars.

DEL 2

Bayreuth Tigers -

Ravensburg Towerstars 2:5

(1:0, 1:3, 0:2) Beide Teams mussten auf mehrere Leistungsträge verzichten. Auch wenn auf Seiten der Tigers Moritz Schug wieder mitwirken konnte, so musste Meisinger weiterhin in der Abwehr aushelfen. Die Ravensburger konnten auf ihre beiden Topscorer Driendl sowie Czarnik nicht zurückgreifen. Einen überzeugenden Spielabschnitt zeigten die Tigers in den ersten 20 Minuten, in welchem sie mehr, aber vor allem auch die besseren Chancen kreierten. Nachdem Bindels nach etwa der Hälfte des Abschnitts ins Drittel lief, keinen Anspielpartner fand und es probierte, rutschte die Scheibe bei dem eher harmlosen Schuss Schmidt durch die Schoner.Wenn Goalie Wölfl gebraucht wurde, war er da.

Mit Dampf kamen die Gäste aus der Kabine und setzten sofort das Tor der Tigers unter Druck. Einen Scheibenverlust in der Angriffszone nutzte Zucker, der alleine auf Wölfl zulief und diesen Konter zum Ausgleich abschloss. Als sich Davidek über die rechte Seite durchsetzte und die Scheibe in die Mitte spielte, nahm Pokovic diese Möglichkeit wahr und traf zur erneuten Bayreuther Führung. Noch 26 Sekunden auf der Uhr in diesem Abschnitt und vielleicht schon mit den Gedanken in der Kabine, rappelte es dann zwei Mal innerhalb von nur acht Sekunden im Tor der Tigers.

Starke Paraden von Wölfl

Erneut kamen die Towerstars besser aus der Kabine. In der 45. Minute musste Wölfl alles aufbieten, um mit starker Reaktion gegen Kozek zu klären. Kurz darauf entschärfte der Bayreuther Torsteher eine Möglichkeit von Pompei. Mit der ersten Strafe gegen die Tigers erzielten die Towerstars gleich einen Powerplay-Treffer, den Hospelt mit der Rückhand ins Tor bugsierte. Und wie schon beim Ausgleich zum 1:1 benötigte Zucker, der nach 56 Minuten das 2:5 markierte, keine Hilfe seiner Kollegen. Hinse visierte, Sekunden vor dem Schlusspfiff, dann nochmals die Latte an. "Im ersten Drittel haben wir noch gut gearbeitet. Im zweiten Drittel hat uns der Doppelschlag total aus dem Spiel gebracht. Im letzten Drittel haben wir uns nicht genug aufgebäumt. Im Prinzip war das ein eierloses ,Gegurke' im letzten Drittel", merkte man dem Bayreuther Coach Petri Kujala den Frust deutlich an.

Bayreuth: Wölfl, Herden, Zimmermann Nico - Pokovic, Meisinger, Schmitz, Davis, Schug - Rajala (2), Davidek, Kolozvary, Järveläinen, Lillich, Bindels, Zimmermann Tim, Gron (2), Nix, Schumacher

Tore: 1:0 (10.) Bindels, 1:1 (22.) Zucker, 2:1 (32.) Pokovic, 2:2 (40.) Kozek, 2:3 (40.) Bettauer, 2:4 (52.) Hospelt , 2:5 (56.) Zucker / Strafen: 4/4

Kassel Huskies -

Bayreuth Tigers 7:1

(1:0, 2:1, 4:0) Mit "Rückkehrer" Gron, der an die Seite von Järveläinen und Rajala rückte, aber mit immer noch sehr kurzem Kader von nur 14 Feldspielern gingen die Bayreuther beim derzeit souveränen Tabellenführer zu Werke. Warum die Huskies an der Tabellenspitze stehen und nach Bad Tölz die meisten Treffer erzielt haben, demonstrierten sie sehr eindrucksvoll. "Es war beeindruckend, was Kassel spielt. Wir wissen, dass wir einen perfekten Tag brauchen, wenn wir hier nach Kassel kommen, noch dazu mit nur drei gelernten Verteidigern. Das hatten wir heute nicht. Im ersten Drittel waren wir fast überfordert, sind dann im zweiten Drittel, auch durch den Powerplay-Treffer, etwas besser ins Spiel gekommen und hatten ein bisschen das Momentum. Das letzte Drittel war dann eine klare Angelegenheit", resümierte Kujala.

Tore: 1:0 (14.) Olsen, 1:1 (30.) Järveläinen, 2:1 (32.) Trivino, 3:1 (34.) Granz, 4:1 (43.) Olsen, 5:1 (47.) Breitkreuz, 6:1 (48.) Dinger, 7:1 (60.) Olsen / Strafen: 8/10