Zum Artikel "Feuerwehr will eine Profiküche" bekam die Redaktion folgenden Leserbrief: Was will die Feuerwehr Weingarts mit einer Profiküche? Das fragen sich aktuell viele Leute in der Region und viele aktive Feuerwehrler in Weingarts, nachdem sie die Berichterstattung in der Tagespresse gelesen haben. Denn im neuen Feuerwehrhaus der FFW Weingarts ist gar keine "Profiküche" oder Küche mit Profi-Charakter geplant. Daneben wurde der Feuerwehr auch unterstellt, einen Bewirtungsbetrieb anstreben zu wollen.

Größe und Grundriss der Küche im neuen Feuerwehrhaus sind dem Gemeinderat bereits seit Oktober 2018 bekannt, als der erste Entwurf vorlag. Belässt man es also es bei den nüchternen Fakten, so handelt es sich vielleicht doch nur um eine normale Küche, die robust und für eine langfristige Nutzungsdauer ausgelegt ist.

Im Landkreis findet man sicherlich in vielen Privathaushalten Küchen für 15 000 Euro und mehr. Viele Eigentümer würden aber von ihrer Küche nicht als Profiküche oder Ähnlichem sprechen. Eine Profiküche findet Verwendung in der Gastronomie. Diese Küchen liegen jedoch im hohen fünfstelligen bis niedrigen sechsstelligen Bereich.

Da die Feuerwehrler jedoch gerne ihre Wunschküche in dem Neubau haben wollen und ihnen bewusst war, dass eine solche Küche von der Gemeinde nicht in vollem Umfang finanziert werden kann, baten sie die Gemeinde lediglich um einen Zuschuss zur neuen Küche und nicht um Erstattung der vollen Kosten. Zu diesem Zweck wurden der Gemeinde zwei Angebote vorgelegt. Der finale Zuschuss von 7500 Euro orientiert sich dabei an einem Angebot der FFW für eine dem Grundriss entsprechende Teeküche und liegt somit auch nicht utopisch weit von den Vorstellungen der Kosten für eine "Teeküche" des Bürgermeisters von 5000 bis 6000 Euro entfernt.

Nicht vergessen sollte man hier jedoch, dass die Feuerwehr 7500 Euro aus ihrer Vereinskasse in die Hand nimmt, um die gewünschte Küche zu realisieren. Eine Küche um nach Übungen, Sitzungen und Schulungen gemeinsam kochen zu können und die ein oder andere gesellige Stunde zu verbringen, um den Gemeinschaftsgeist zu stärken. Die Feuerwehrler erledigen ehrenamtlich eine Pflichtaufgabe der Gemeinde. Somit sind die 7500 Euro der Gemeinde als Anerkennung für den freiwilligen Dienst der Feuerwehrler gut angelegt. Roman Zitzmann

Weingarts