"Heute müssen wir mit dem einen Punkt zufrieden sein", sagte Großbardorfs Manager Gerhard Schüler - und man kann ihm in seiner Spieleinschätzung nur zustimmen. Das taten dann auch die beiden Trainer. "Ich glaube, dass das 1:1 ein
leistungsgerechtes Endergebnis ist", urteilte der Bamberger DJK-Coach Mario Bail, und Bardorfs Trainer Dominik Schönhöfer pflichtete ihm in vollem Umfang bei.
Während der gesamten Spielzeit erwiesen sich die Gäste als ein Team, das spiel- und kampfstark auftrat und die letzten erfolgreichen Auswärtsleistungen in der Fußball-Bayernliga Nord bestätigte. "Diese starke Leistung unserer Gäste haben wir erwartet. Sie trägt deutlich die Handschrift meines Kollegen, der aus individuell guten Einzelspielern eine echte Mannschaft geformt hatte", lobte Schönhöfer Bail. Dieser gab das Lob artig zurück: "Man hat auch heute deutlich die Qualität gesehen, die in deiner Elf steckt."
Besonders hob Bail die Qualität der Hausherren bei Eckbällen hervor. "Da waren sie immer brandgefährlich." Deshalb war es für ihn auch nicht besonders überraschend, dass das Ausgleichstor nach einer Ecke fiel.
Schönhöfer musste sein Team in der Defensive gegenüber dem Derby in Aubstadt wieder ändern. Denn der als Innenverteidiger gesetzte Maximillian Zang musste wegen einer kurzfristig verlegten Prüfung passen. Deshalb hatte der TSV-Coach neben Ronny Mangold keinen gelernten Innenverteidiger mehr. So machte er aus der Not eine Tugend und beorderte Stefan Piecha in die Viererkette. "Diese Position war völlig neu für mich. In der Innenverteidigung habe ich noch nie gespielt. Ich glaube aber, dass es ganz gut geklappt hat", meinte der sonstige Mittelfeldregisseur.
Diesem Urteil kann man nur zustimmen, denn die Zusammenarbeit Piecha-Mangold klappte ausgezeichnet. "Heute war mein letztes Aufgebot auf dem Platz. Für ihre Arbeit muss ich meinen Spielern ein Riesenkompliment aussprechen. Für die Situation haben sie gegen einen tollen Gegner ein gutes Spiel abgeliefert", lobte Schönhöfer.
Seine Truppe mit Benedikt Floth und Shaban Rugovaj in der Spitze hatte auch die erste Möglichkeit, aber Björn Schönwiesner, der immer wieder durch seine Schnelligkeit auffiel, traf im Nachsetzen nur das Außennetz. Besser machten es nach 16 Minuten die Gäste, die durch ihren ersten Schuss auch gleich in Führung gingen. Der leicht abgefälschte Weitschuss von Christopher Kettler senkte sich über TSV-Keeper Marcel Wehr ins Bardorfer Tor. "Das war ein überaus glückliches Tor", befand Bail, der aber den Mut zum Abschluss lobend hervorhob.
Nachdem die Hausherren in der Folgezeit einige Halbchancen nicht nutzen konnten, fiel praktisch mit dem Pausenpfiff des souveränen Schiedsrichters Stefan Klerner (Lichtenfels) doch noch der Ausgleich. Nach einer Zehe-Ecke war der aufgerückte Innenverteidiger Ronny Mangold zur Stelle und wuchtete das Leder per Kopf ins Bamberger Gehäuse.


Großbardorf macht Druck

Auch die zweite Halbzeit verlief ziemlich temporeich, brachte aber wesentlich weniger Torraumszenen auf beiden Seiten. Die beste hatten noch die Platzherren, aber Lennart Seufert brachte das Leder nach einer gelungenen Kombination nicht an einen eigenen Mitspieler, so dass die Gäste klären konnten. Auch die Druckphase der Bardorfer gegen Ende der Partie brachte nicht den gewünschten Siegtreffer. red