Die DJK Brose Bamberg ist mit einem Erfolg in ihre Serie von vier Heimspielen bis zum Jahresende gestartet. Die Mannschaft von Cheftrainer Ulf Schabacker setzte sich am Samstag vor 150 Zuschauern in der Graf-Stauffenberg-Halle mit 77:64 (41:31) gegen den ASC Theresianum Mainz durch und festigte damit den zweiten Tabellenplatz hinter den Heidelbergerinnen.
"Respekt an die Mainzerinnen. Sie waren taktisch gut eingestellt und haben uns das Leben schwer gemacht", begann DJK-Cheftrainer Ulf Schabacker seine Analyse mit einem Kompliment für den als Schlusslicht und mit nur acht Spielerinnen angereisten Gegner. "Wir sind mit ihrer sinkenden Verteidigung nicht gut zurechtgekommen. Als Trainer sind wir beide ein wenig enttäuscht darüber, dass wir das, was wir in der letzten Woche im Training erarbeitet haben, nicht umsetzen konnten. Es spricht aber für die Mannschaft, dass sie trotzdem einen Weg gefunden hat, die Partie zu gewinnen. In den nächsten drei Spielen gegen Topteams werden wir allerdings anders auftreten müssen, wenn wir nicht die erste Heimniederlage erleiden wollen."


12:0-Lauf nach Gleichstand

Dass sie gegen Mainz am Ende noch zu einem ungefährdeten Erfolg kamen, hatten die Gastgeberinnen einem soliden letzten Viertel (21:10) zu verdanken. Die Gäste aus der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt egalisierten zwar den 54:39-Vorsprung der Brose-Korbjägerinnen aus der 26. Minute zu Beginn des Schlussakkords (58:58), mit einem 12:0-Zwischenspurt zogen diese aber wieder davon und ließen in der Folge nur noch sechs ASC-Zähler zu.
Nach diesem Muster verlief das Duell gegen die ohne ihre zweiterfolgreichste Punktesammlerin Cornelia Sharda couragiert aufspielenden und hochprozentig treffenden Mainzerinnen über weite Strecken. Ab dem 13:11 lag die Heimmannschaft kontinuierlich in Front, schaffte es jedoch nicht, sich deutliche Vorteile zu verschaffen. Die Punkte acht und neun von Anna Furman zum 41:31-Pausenstand waren gleichbedeutend mit der bis zu diesem Zeitpunkt höchsten Führung.
Victoria Waldner, Mara Münder und erneut Furman bauten den Vorsprung nach dem Seitenwechsel weiter aus. Wie schon in der Woche zuvor in Keltern verpassten die Schabacker-Schützlinge jedoch eine Vorentscheidung. Stattdessen glichen die Gäste um die äußert effektive Gergana Georgieva in der 32. Minute noch einmal aus, ehe die Aufholjagd ihren Tribut forderte und die Bambergerinnen wieder und diesmal endgültig die Kontrolle übernahmen.
"Letztlich war es ein Arbeitssieg, den wir den guten Phasen, in denen wir intensiv verteidigt haben, verdanken. Teilweise sind wir wie im Tunnel aber auch nur mit dem Gegner mitgelaufen und haben unorganisiert und ungeduldig agiert", befand Kapitänin Liisi Sokman, die gemeinsam mit ihrer Landsfrau Janett Perv am Sonntag zur Nationalmannschaft reiste.


Spitzenspiel in 14 Tagen

Während ihre Vereinsmannschaft am nächsten Wochenende spielfrei ist, kämpfen die beiden mit Estland in der EM-Qualifikation zweimal um Punkte: Am 19. November in Kroatien und am 23. November in den Niederlanden. Am 24. November kehrt das baltische Duo zurück und trifft mit der DJK Brose Bamberg dann zwei Tage später im Spitzenspiel der 2. Liga Süd auf Spitzenreiter Heidelberg. red
DJK Brose Bamberg: Perv (16), Furman (12), Münder (12), Sokman (11), Waldner (11), Förner (9), Hesselbarth (4), Zeis (2), Landwehr, Lohneiß / ASC Mainz: Georgieva (24), Sagerer (18), Marschall (14), Baumgärtner (4), Finke (4), Datz, Dötsch, Kleinert