Wie fühlt es sich an, wegen vermeintlich belangloser Merkmale der eigenen Person ausgeschlossen zu werden? Sich mit Anfeindungen und Ungerechtigkeiten auseinandersetzen zu müssen? Die Adalbert-Raps-Stiftung lädt Interessierte, die in Alltag, Beruf oder Ehrenamt mit den Themen Diskriminierung und Rassismus konfrontiert sind, zu ganztägigen Workshops ein, die Teilnahme ist kostenfrei.
Als Kooperationspartner hat sich die Kulmbacher Unternehmensstiftung Experten ins Boot geholt: Unter dem Namen Blue Eyed bietet Diversity Works Trainingskonzepte an, die die Teilnehmer am eigenen Leib erfahren lassen, wie Diskriminierung und Rassismus im Alltag wirken: Eine dominante Gruppe bereichert und bestärkt sich auf Kosten einer Minderheit.
"Diskriminierung und Rassismus bergen große Gefahr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt - das ist gemeinhin bekannt. Und auch, wenn wir alle wissen, wie fatal sich diese Mechanismen auswirken können, ist es doch erstaunlich, sie am eigenen Leib zu erfahren", erläutert Stiftungsvorstand Frank Alexander Kühne. Wie leicht der Einzelne in die Rolle des Opfers oder Täters geraten könne, mache sich kaum einer bewusst.
"Mit unseren Workshops möchten wir deshalb gezielt die Wahrnehmung der Menschen unserer Region schärfen, um schon latente Ausprägungen von Diskriminierung erkennen und benennen zu können", so Kühne. Der für die Teilnehmer kostenfreie Workshop richtet sich auch an Schulklassen, Projektseminare und Gruppen.
Mögliche Termine sind der 8., 9. oder 10. Dezember, jeweils von 9 bis 16 Uhr im Gemeindehaus der Kreuzkirche Kulmbach. Die Ergebnisse werden in einem gemeinsamen Termin im Januar 2017 reflektiert.
Anmeldungen sind über die Website www.raps-stiftung.de
möglich. red