Auf den ersten Blick hätte man meinen können, viele kleine Zwerge wären im Wald unterwegs. Im Revier des Forstbetriebes Bad Brückenau (Bayerische Staatsforsten AöR) fand eine Führung für den Kindergarten "Stänicher Zwergentreff" aus Steinach statt.

23 Kinder, sowie die Erzieherinnen Simone Hartmann und Jule Nöth trafen sich am Vormittag mit Revierleiter André Schönfeldt, Forstwirt Bastian Freibott und Forstwirt-Azubi Leonard Ziegler in der Waldabteilung "Steinberg".

Waldmemory

Unterstützung erhielt das Staatsforsten-Team dabei von Lydia Schönfeldt, die als studierte Forstingenieurin, zertifizierte Waldpädagogin und ausgebildete Erzieherin, ihrem Ehemann zur Hand ging.

Nach einer kurzen Begrüßung ging es auch schon direkt in einen 120-jährigen Buchen-Fichten-Kiefern-Bestand, wo es für die kleinen Waldentdecker weit abseits aller Wege viel zu bestaunen gab.

Bei einem Waldmemory mussten sich die Kinder typische Dinge des Waldes wie Fichten- und Kiefernzapfen, Bucheckern, Konsolenpilze, Spechthöhlen, Fichtenblüten, Moos, Fichtenrinde mit Borkenkäfern und vom Rotwild geschälte Kiefernäste merken und diese selbstständig im Wald ausfindig machen. Nach dieser ersten anstrengenden Aufgabe hatten sich die Kinder eine ausgiebige Brotzeit redlich verdient.

Abwurfstangen vom Hirsch

Nach der Pause ging es noch tiefer in den Wald und die Kinder stießen auf vom Wind geworfene Kiefern, an denen das Rotwild die Spiegelrinde abgeschält hatte. Besonderes Highlight waren zwei Abwurfstangen vom Hirsch, die die Kinder fanden und voller Stolz präsentierten.

Die Kinder wurden von ihren Erzieherinnen im Vorfeld schon sehr gut auf die Führung vorbereitet und so musste Revierleiter Schönfeldt viele Fragen zum Rothirsch, seiner Lebensweise und den vielen anderen Tieren im Wald wie Reh, Wildschwein und Wolf beantworten.

Zum Abschluss wurde eine Wildschweinsuhle besichtigt, an der sich die Kinder einen Waldschatz suchen durften. Dabei handelt es sich um eine Kleinigkeit aus dem Wald, wie einen Zapfen, einen Stein, oder einen besonders geformten Ast, die die Kinder mit nach Hause nehmen konnten, um sich an den Tag im Wald zu erinnern.

Nach gut drei Stunden gab es für jedes Kind zur Verabschiedung noch eine rote BaySF-Kappe. Revierleiter Schönfeldt dankte den Kindern und ihren Betreuerinnen für den Besuch und bot an sich im nächsten Jahr wieder im Wald um Steinach zu treffen, um weitere spannende Waldabenteuer zu erleben.

Bevor es in einer kleinen Wanderung zu den bereits wartenden Elterntaxis ging, bedankte sich auch Erzieherin Simone Hartmann für die tolle Waldführung und überreichte mit ihren Kindern an Revierleiter Schönfeldt und Forstwirt Freibott einen liebevoll gestalteten Bocksbeutel. red