Gerade auf dem Land spielt die Mobilität eine wichtige Rolle, da sie die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben, den Weg zum Arbeitsplatz sowie die tägliche Versorgung oder die Erreichbarkeit von Ärzten sichert.
In den dünn besiedelten Regionen wird es allerdings immer schwieriger, den ÖPNV im gewohnten Umfang aufrechtzuerhalten. Es gibt Orte, in denen er inzwischen komplett eingestellt wurde und nur noch der Schulbus während der Schulzeiten fährt. Gleichzeitig sind es häufig die jungen Menschen, die dem Land den Rücken zuwenden und in die Städte ziehen, während die zurückbleibenden älteren Menschen entweder kein Auto haben oder bis ins hohe Alter mit ihrem Auto unterwegs sind.
Jedoch nicht nur ältere Menschen leiden unter fehlenden Verkehrsangeboten, auch Jugendliche oder Flüchtlinge, die noch keinen Führerschein haben, sind in ihrer Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt. Da es bislang keine zufriedenstellenden Alternativen zum Auto gibt, bleibt das Auto vorerst das beherrschende Verkehrsmittel.
Um auf diese Problematik aufmerksam zu machen, findet am Mittwoch, 10. Mai, um 19 Uhr eine entsprechende Veranstaltung im Dekanat Muggendorf statt. An diesem Abend wird eine Referentin den "individuellen und kostenlosen Fahrdienst für die Bevölkerung in Baiersdorf" in einem Vortrag vorstellen. In einer sich daran anschließenden Diskussionsrunde wollen die Veranstalter auf die spezielle Situation der Fränkischen Schweiz eingehen, um zu überlegen, ob der beispielhafte Fahrdienst aus Baiersdorf eine Lösung darstellt oder welche Alternativen der Mobilität für uns möglich sind.
"Hierzu sind nicht nur die Wiesenttaler, sondern alle Bürger des Landkreises Forchheim eingeladen", heißt es in einer Pressemitteilung. red