Scheßlitz — Der Versuch hat sich gelohnt: Das Interesse an der allerersten Ausgabe einer Jungbürgerversammlung in der Stadt Scheßlitz war groß. Die Jugendlichen ab zwölf Jahren nahmen kein Blatt vor den Mund und scheuten sich nicht, den Stadträten ihre Meinung zu sagen.

Jugendbeauftragte luden ein

Organisiert hatten die Veranstaltung die Jugendbeauftragten Thomas Firnstein, Janina Gläser, Steffi Vogt, Jürgen Dietz und Jan Nostheide. Neben Bürgermeister Roland Kauper (CSU) waren viele Stadträte und Ortssprecher in den Sitzungssaal des Rathauses gekommen.
Nach einem kurzen Vorwort des Bürgermeisters waren die Jugendlichen an der Reihe. Sie machten die Stadt zu "MineScheßlitz 2.0", eine Anspielung auf das aktuell im Internet kursierende Open-World-Spiel "Mine craft".
Die jungen Leute sollten dabei ihre Träume weg von jeden Finanzierungssorgen verwirklichen und sich ihr "Scheßlitz 2.0" selbst zusammenbauen. Dass der Wunsch nach einer Achterbahn oder einer U-Bahn nicht ging, war den Teilnehmern schnell klar. Es kamen jedoch etliche Anregungen, die durchaus Chancen auf eine Realisierung haben. Dass manche Ideen am Geld scheitern werden, war für die Jugendlichen traurig, schien aber nachvollziehbar.
Auf der Wunschliste standen ein Sprungbrett im Schwimmbad, eine Skateranlage, bessere Busverbindungen nach Bamberg, eigene Theateraufführungen und mehr Kino. Netze an den Toren der Schule sollen demnächst angebracht werden.

"Nicht von heute auf morgen"

Die Jugendbeauftragten und auch Bürgermeister Roland Kauper nahmen die Anregungen auf und versprachen zu prüfen, ob eine Umsetzung möglich ist. "Alles geht aber nicht von heute auf morgen und muss gut vorbereitet sein", schränkte der Bürgermeister ein.
Alle waren sich am Ende einig, dass die erste Jungbürgerversammlung in Scheßlitz nicht die letzte gewesen sein soll. red