"Wir sind sehr stolz auf unsere Sängerin Olga Sauer", sagte der Vorsitzende des "Seemanns Chors Coburg", Wolfram Haeuschkel, als er in der "Kajüte" in Ketschendorf die einzige Frau in diesem von Männern dominierten Klangkörper ehrte. Sauer feierte kürzlich ihr 25. Bühnenjubiläum. Zum Dank bekam Sauer etwas Süßes für die Nerven, Trinkbares für die Stimme und Blumen für die Augen. Im Domizil der Itz-Seeleute blickte die Sängerin auf ein turbulentes Vierteljahrhundert zurück. Vor 30 Jahren kam sie aus Kasachstan nach Deutschland. Sie wohnte zunächst in Rossach und sang ab 1991 im dortigen Kirchenchor. Sie arbeitete im Marienhaus des damaligen Landkrankenhauses. Dort bemerkte der zu dieser Zeit als Chorleiter tätige Hartmut Eichhorn Sauers gesangliches Talent und integrierte sie 1995 kurzerhand in den Männerchor.

Alle zusammen bedauerten jetzt bei der Ehrung, dass der Chor seit Beginn der Corona-Pandemie "in den Hafen verbannt und stillgelegt" worden sei. Daher erinnerten sie daran, dass es von den fünf CDs des Chors noch genügend Scheiben für 6 Euro zu kaufen gebe. Ansprechpartner dafür ist der stellvertretende Vorsitzende Dietmar Knerr, Telefon 09565/7263. Schließlich hätten sie weiterhin Ausgaben, aber keine Einnahmen. So könnte der Chor wenigstens etwas Unterstützung erfahren. ka