Bamberg — Mit einem unerwartet klaren 8:0 nach Mannschaftspunkten (MP) und 3679:3380 Holz haben die Bundesligakegler des SKC Victoria Bamberg (2.) den stärker eingeschätzten FEB Amberg (6.) deklassiert. Noch deutlicher das Satzverhältnis: 21:3 für die Mannschaft von Trainer Bela Csanyi. Der klare Erfolg war auch Ausdruck der Ausgeglichenheit des SKC Victoria: Fünf Bamberger meisterten die 600er-Marke. Angesichts der 0:8-Niederlage von Nibelungen Lorsch beim designierten Meister in Zerbst hat sich der SKC Platz 3 gesichert, aber es ist auch erneut die Vizemeisterschaft möglich: Die Victoria ist derzeit Zweiter mit einem Punkt Vorsprung vor dem KC Schwabsberg. Gestern Nachmittag gelang den Damen bereits die Titelverteidigung (ausführlicher Bericht folgt).
"Wir sind unglaublich kompakt aufgetreten, waren aber auch von der Aufstellung unserer Gäste überrascht. Wir haben die richtigen Worte vor dem Spiel gefunden und die Mannschaft spielte wie aus einem Guss, obwohl nicht alle Spieler bei bester Gesundheit waren. Jetzt haben wir nächste Woche unser Endspiel in Schwabsberg, in dem es um die Vizemeisterschaft geht, die uns niemand vor der Saison zugetraut hatte", sagte Coach Csanyi, der zum Start im Duell mit Amberg auf sein bewährtes Trio Florian Fritzmann, Nicolae Lupu und Manuel Weiß baute. Amberg setzte Schwaiger, Beier und Sattich dagegen. Letzterer wurde beim Stand von 1:0 für Weiß gegen Häckl ausgetauscht, da die Überlegenheit des Bambergers zu groß war. Dies änderte nur zwischenzeitlich etwas, da Häckl der 1:2-Anschluss gelang. Doch danach spielte Weiß routiniert zu Ende und sicherte sich mit 3:1 Satzpunkten (SP) und 617:524 den MP. Lupu, der geschwächt in die Partie gegangen war, erlebte mehr Gegenwehr von Beier als ihm lieb war. Nach starken Beginn musste er postwendend den Ausgleich hinnehmen. Dies ärgerte den sympathischen Rumänen so sehr, dass er nun sehr beherzt zu Werke ging. Lohn für seine Mühen war der MP mit 3:1 SP und dem Bestergebnis von 625 Kegeln gegenüber 584 von Beier. Fritzmanns Start mit 164 passte perfekt ins Bild. Nach gutem Spiel in die Vollen hatte er leichte Probleme im Abräumen, rang aber den Amberger Kapitän Schwaiger mit 146:144 nieder. Danach lag Schwaiger nach den Vollen stets vorne, aber Fritzmann räumte stark ab, fing Schwaiger zweimal ab und fuhr so ein klares 4:0 nach Sätzen und 615:555 ein. Bamberg führte unter großem Jubel seiner Fans mit 3:0 MP und hatte bereits 194 Kegel Vorsprung.
Im Schlusstrio trafen Dominik Kunze, Miroslav Jelinek und Uwe Wagner auf die Amberger Hüttner, Zeitler und Klein. Am Bamberger Sieg zweifelte niemand mehr und so konnten alle sechs befreit aufspielen. Kunze, der über Rückenprobleme klagte, zeigte viel Biss und hatte mit Hüttner keine Probleme. Im Abräumen zeigte der junge Thüringer seine aufsteigende Form und besiegte Hüttner klar mit 4:0 SP und 586:540. Auch Wagner hatte mit seinem Widersacher Klein wenig Probleme. Im Vollenspiel lagen beide immer wieder nahe beieinander, doch im Abräumen setzte sich die Ruhe und Erfahrung von Wagner stets durch. Auch er siegte mit 4:0 SP und 619:577, was das 5:0 für den SKC Victoria bedeutete.
Das Duell von Jelinek gegen Zeitler war nochmals Spannung pur. Zu Beginn setzte sich Zeitler mit 163:138 deutlich durch, doch Jelinek, völlig unbeeindruckt, schlug zurück. Mit 174:157 glich er zum 1:1 aus. Als er dann auch noch mit 147:145 den dritten Satz gewann, war die Freude groß, da ihm der Erfolg erst mit der letzten Kugel gelungen war: 2:1 für Jelinek, und Zeitler führte mit sechs Kegel. Jelinek, der sich verbessert präsentierte, nutzte die Gunst der Stunde und rang Zeitler nieder. Mit 158:135 erhöhte er auf 3:1 SP und erreichte zudem 617 Kegel, während Zeitler auf 600 kam. Somit gingen alle Duelle an den SKC Victoria Bamberg und ein nicht für möglich gehaltenes 8:0 gegen FEB Amberg war unter Dach und Fach. maha
SKC Victoria Bamberg -
FEB Amberg 8:0
(21:3 Satzpunkte, 3679:3380 Holz)
Fritzmann - Schwaiger 4:0 (615:555)
Lupu - Beier 3:1 (625:584)
Wagner - Sattich/Häckl 3:1 (617:524)
Kunze - Hüttner 4:0 (586:540)
Jelinek - Zeitler 3:1 (617:600)
Wagner - Klein 4:0 (619:577)