Der Kreisheimatpfleger im Landkreis Haßberge, Günter Lipp, weist auf die nächste Heimatkundliche Gesprächsrunde hin.

Die Eberner Marktstraße ist rund 300 Meter lang und auf denen standen für die durstigen und hungrigen Gäste früher sechs Wirtshäuser bereit. Heute sind es noch zwei. Früher hatte jede Kundschaft "ihr" Wirtshaus, in dem man sich traf, wenn man vom gleichen Stand, vom gleichen Gewerk war. Im "Hirschen" zum Beispiel trafen sich die Händler, die Kaufleute der Stadt. Aber das ist Geschichte. Und mit dieser Geschichte befasst sich die Heimatkundliche Gesprächsrunde der Stadt Ebern. Im Rahmen ihrer Häuserbetrachtung nimmt sie sich am Donnerstag, 4. April, das Haus Marktplatz 18, den "Hirschen" vor. Er heißt seit 2006 "Restaurant Vera Cruz" und hat sich in der Stadt als "Mexikaner" einen Namen gemacht. Das Haus und seine Vergangenheit sind laut Günter Lipp hochinteressant.

Der zweite Schwerpunkt der Runde ist dem Stadtschreiber Johann Georg Greb gewidmet.

Dass er in Ebern über 50 Jahre als Lehrer gewirkt hat, das ist vergessen. Was blieb, ist "die Grebsche Chronik". Über Jahrzehnte hinweg hat Greb aus vernachlässigten Urkunden die Geschichte der Stadt in fünf Kapiteln zusammengestellt und mit der Hand in zwei Bänden niedergeschrieben. Die ehemalige Kreisarchivarin Mariane Keh hat sie in langer, verdienstvoller Arbeit transkribiert, so dass die Leistung von Greb heute flüssig nachgelesen werden kann.

Günter Lipp, als ehemaliger Lehrer und Heimatpfleger sein indirekter Nachfolger, hat Grebs Leben genauer erkundet und stellt es in der Gesprächsrunde in vielen Details vor. Das Treffen beginnt am Donnerstag im Restaurant "Bei Peppo" wie immer um 19.30 Uhr und ist für jedermann offen. red