Bad Staffelstein — Bei der Frühjahrsversammlung der Staffelsteiner Imker wurden Hans Stich und Ludwig Komann zu Ehrenmitgliedern ernannt. Der Kreisvorsitzende Stefan Ruppenstein sprach über aktuelle Probleme aus der Bienenhaltung.
Der Zweite Vorsitzende Otto Scheer blickte auf den vergangenen Winter zurück. Nach seiner Aussage schien den Imkern die Varroamilbe in diesem Winter Probleme zu machen. Dies könne eine Folge der langen Brutzeit des vergangenen Jahres sein. Der Winter verlief, im Vergleich zum sehr milden Winter im Vorjahr, normal. Alles deute auf einen späteren Beginn der Nutzung der Tracht hin. Wegen eventuell noch eintretender Kälteperioden müsse unbedingt auf die Futterversorgung geachtet werden.

Drei Bekämpfungsmethoden

Der Bienenschädling Varroa ist für Imker noch immer ein zentrales Problem und wird es auch auf absehbare Zeit hin bleiben. Um der Milbe entgegenzutreten, setzt der Imker nach Tracht ende Ameisensäure ein. Hierzu stehen verschiedene Methoden zur Verfügung, deren Vor- und Nachteile vom Vorsitzenden Klaus Lurz erläutert wurden. Der Nassenheider-Verdunster ist ein Gerät, welches über einen Docht kontinuierlich Ameisensäure verdunstet. Bei der Medizinflasche tropft die Säure auf eine Verdunstungsunterlage und wird so im Bienenstock verteilt. Die dritte Methode ist die sogenannte Schwammmtuch-Methode, bei der die Ameisensäure auf ein angefeuchtetes Schwammtuch gegeben wird und so schließlich im Stock verdunstet.
Während bei der Methode Wahlfreiheit besteht, bleibt dem deutschen Imker als Arzneimittel weiterhin nur die 60-prozentige Ameisensäure, obwohl in Österreich dieses Jahr die 85-prozentige Variante zugelassen wurde.
"Was die verabreichten Säuren in der Varroamilbe und vor allem auch in unserer Honigbiene tatsächlich bewirken, das können uns selbst unsere Bieneninstitute nicht wirklich beantworten. Wir stehen bei der Forschung immer noch am Anfang", so der Kreisvorsitzende Stefan Ruppenstein.
Abschließend konnte er eine Ehrung vornehmen: Hans Stich und Ludwig Komann wurden zu Ehrenmitgliedern des Vereins ernannt. red