Wie kann der Weg zum Bio-Betrieb aussehen? Darum ging es beim Online-Orientierungstag "Erste Einblicke in den Ökolandbau - so geht's auch für Ihren Betrieb", zu dem die Projektmanagerin der Öko-Modellregion, Maike Hamacher und die FiBL Akademie des Forschungsinstituts für biologischen Landbau eingeladen haben, teilt die Stabsstelle Kreisentwicklung im Landkreis Rhön-Grabfeld in einer Pressemeldung mit.

21 Teilnehmer wurden über Umstellungsplanung, Grundlagen des ökologischen Ackerbaus und Rinderhaltung informiert. Abgerundet wurde der Tag durch einen Bericht aus der Praxis und einen Einblick in die laufenden Projekte in der Öko-Modellregion.

Bernhard Schwab, langjähriger Fachberater für Öko-Landbau ging auf die Motive und Argumente für eine Umstellung ein und erläuterte den zeitlichen Ablauf auf den Öko-Landbau. Schwab betonte, dass die Umstellung eine Kommunikationsaufgabe und -herausforderung sei. Ganz wesentlich sei es, vor Beginn andere Bio-Betriebe kennenzulernen, sich zu vernetzen und über Erfahrungen auszutauschen. Eine gute Möglichkeit biete das BioRegio Betriebsnetz.

Weidegang organisieren

Manfred Weller vom Bioland-Erzeugerring Unterfranken, ging anschaulich auf die Grundlagen des ökologischen Ackerbaus ein. Für die Bodenfruchtbarkeit sind Humuserhalt und -aufbau zentrale Aufgaben.

Bei Stefan Veeh von der Naturlandberatung ging es um ökologische Rinderhaltung. Er empfiehlt vor der Umstellung genau zu planen, wie viele Tiere in welchen Gruppen gehalten werden, wie der Weidegang organisiert werden kann, wieviel Fläche im und um den Stall zur Verfügung steht. Um dann anhand der Haltungsvorgaben zu entscheiden, ob der eigene Stall als Öko-Stall geeignet ist.

Matthias Kohl, Betriebsleiter eines Milchviehbetriebs in Geroda betonte, dass Beratung und Vernetzung mit anderen Betrieben wichtig sei, denn es brauche Mut und Neugier neue Lösungswege zu gehen. "Und dass die Umstellung im Kopf anfängt." So sei er mit der Umstellung gelassener geworden.

Das Seminar ist Teil des Bundesprogrammes Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) - initiiert und finanziert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). red