von unserem Mitarbeiter 
Wolfgang Desombre

Coburg — Die Stadt Coburg hat den Stellenwert ihrer Feuerwehr erkannt und zeichnet seit Jahren bei einem Ehrungsabend im historischen Rathaussaal langjährige Feuerwehraktive mit dem Ehrenzeichen aus.
Feuerwehrmänner seien Menschen, die sich einer enormen Verantwortung stellen, betonte OB Norbert Tessmer (SPD). Feuerwehrleute schützen andere und würden dabei oft ihre Gesundheit und ihr Leben riskieren. Die geehrten Feuerwehrmänner würden seit 25 Jahren zeigen, was es heiße, sich für eine Sache aus Überzeugung starkzumachen. Wir alle müssten uns im Klaren darüber sein, dass es keine Selbstverständlichkeit sei, anderen zu helfen.
Als Oberbürgermeister der Stadt Coburg sei er stolz darauf, dass die Stadt eine gutausgebildete, hochmotivierte Feuerwehr habe.
25 Jahre ehrenamtliche Aufopferung für die Stadt seien eine Ehrung wert, die im gebührenden Rahmen erfolgen müsse, sagte der Kommandant der Feuerwehr Coburg. Im Feuerwehrwesen der Stadt Coburg habe sich viel angestaut, was es jetzt zu lösen gelte. Tessmer sei dabei immer "Teil der Lösung".
Es werde den Feuerwehren immer mehr abverlangt. Um das leisten zu können, werde immer mehr Ausbildung erforderlich und immer komplexere Technik müsse zum Einsatz kommen, so der Stadtbrandrat. Jeder Einsatz sei nahezu in Echtzeit auf sozialen Netzwerken vertreten, werde kommentiert und analysiert.
Der 30-Jährige Wasem aus dem Irak kam durch Vermittlung eines Coburgers zum Ehrungsabend der Feuerwehr Coburg. 13 Jahre lang war Wasem hauptberuflich Feuerwehrmann an einem Flughafen und sammelte dort viele Erfahrungen. Als Allrounder müsse man die Feuerwehrler im Irak verstehen, erklärte Wasem, der seit drei Monaten in Coburg lebt und Deutsch lernt. Menschen aus anderen Ländern würden in die Wehr integriert und könnten dort ihre Kompetenz einsetzen, merkte Tessmer an.
Der OB gratulierte zu 25 Jahren Mitgliedschaft Uwe Gladis, Uwe Stummer und Uwe Schäftlein. Seine Dank schloss er den Glückwünschen an.