Es sollte der entscheidende Kampf der Saison für die erste Mannschaft der SSV Burgkunstadt werden, um den möglichen Aufstieg in die Bezirksoberliga abzusichern. Im direkten Aufeinandertreffen der beiden Titelaspiranten sollte durch einen Sieg über den SC Bamberg II der Aufstieg perfekt gemacht werden. Und die Burgkunstadter waren auch guter Dinge, dass sie es schaffen könnten. Schließlich hatten sie erstmals die bestmögliche Aufstellung aufgeboten, und die Bamberger waren durch zwei festgespielte Spieler ersatzgeschwächt. Wenn sich auch die Schwächung angesichts des Reservoirs an guten Ersatzspielern sehr in Grenzen hielt.


Bezirksliga West

SSV Burgkunstadt -
SC Bamberg II 2,5:5,5

Die Stimmung im Saal wurde schnell unruhig, denn der Spieler der Burgkunstadter am vierten Brett fehlte - auch nach 20 Minuten noch. Sollte er eine halbe Stunde nach dem offiziellen Spielbeginn auftauchen, würden aufgrund der unbarmherzigen Regelung in der Turnierordnung des Schachbezirks Oberfranken nicht nur dieses Brett, sondern auch alle nachfolgenden Bretter genullt werden. Und so kam es dann auch: Aufgrund eines defekten Autos wurde die Karenzzeit um fünf Minuten überschritten, so dass Michael Spiegel den Punkt geschenkt bekam.


SSV-Spieler demotiviert

Aufgrund der gnadenlosen Regelung war somit der Wettkampf entschieden, da die Burgkunstadter nur noch an den ersten drei Brettern gewinnen konnten. Wegen der DWZ-Auswertung war ein Weiterspielen an den genullten Brettern nötig. Michael Wagner und Andreas Schnapp remisierten sofort gegen Erwin Ortlauf und Alexander Mikuta.Thomas Barnickel und Matthias Rotsch verloren aufgrund der Dramatik die Konzentration, je eine Leichtfigur und auch ihr Spiel gegen Pablo Wolf bzw. Florian Bücker.
Mit Jens Güther, Uwe Max und Thomas Müller gegen Christoph Saring, Lukas Köhler und Reinhard Bucka einigten sich alle weiteren Spieler demotiviert auf ein Remis, so dass ein formeller Endstand von 1:7 Punkten erreicht wurde. Schlussendlich wurde die Frage aufgeworfen, ob eine solch unerbittliche Regelung nicht den Spaß am Spiel untergräbt und abgeschafft werden sollte. red