Erlau — Die Freiwillige Feuerwehr Erlau hatte bei ihrer diesjährigen Hauptversammlung mit Landrat Johann Kalb und Kreisbrandrat Bernhard Ziegmann, dem ranghöchsten Dienstherrn der Landkreiswehren, prominenten Besuch.
"Jetzt fehlen nur noch der Erzbischof und der Dekan, dann haben wir die Spitzen des Landkreises hier in Erlau versammelt", sagte 1. Bürgermeister Heinrich Faatz, der selbst nach wie vor zu den passiven Mitgliedern der Wehr gehört. Ein Anlass für das Kommen auch weiterer Führungsdienstgrade wie Kreisbrandinspektor Friedrich Riemer und Kreisbrandmeister Albert Tornau war die Ehrung von zwei Aktiven.
Mit dem Kennedy-Zitat "Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern frage, was du für dein Land tun kannst", leitete der 1. Vorsitzende Dieter Grams seinen Vortrag ein. Diese Worte seien ohne Weiteres auch auf einen Verein und im besonderen für den ja keineswegs immer leichten aktiven Dienst in einer freiwilligen Wehr zutreffend, deshalb auch auf Willi Rackelmann und Sven Villa. Rackelmann wurde für 40 Jahre und Villa für 25 Jahre aktiven Dienst ausgezeichnet.
"Eine Ehrung bedeutet auch, Danke zu sagen", so Ziegmann. Für 40-jährige Veteranen gehört unter anderem ein einwöchiger, kostenloser Aufenthalt im Feuerwehr-Erhohlungsheim in Bayerisch-Gmain dazu. In Walsdorf finanziert die Gemeinde auch die Begleitung durch den Lebenspartner.
"Ich weiß nicht, ob Stefanie Burkard und Michael Steppert die Kennedy-Worte kennen, sicher ist, sie haben danach gehandelt, als sie sich bereit erklärt haben, die Löcher innerhalb der Führungsmannschaft zu schließen", so Grams weiter. Er sprach beiden seinen Dank aus, und schlug der Versammlung vor, beide Quereinsteiger in den Ämtern als Schriftführer und Kassier bis zum Abschluss der Wahlperiode im Frühjahr 2017 zu bestätigen, was auch einstimmig geschah.
Die beiden neuen Amtsinhaber stammen aus der Jugendgruppe der Erlauer Wehr, die nach einer bösen Durststrecke inzwischen 15 Mitglieder zählt, und sich zu einem Aushängeschild gemausert hat.
Die Feuerwehr-Jugend wird auch das beherrschende Thema 2015 sein. Am 25. Juli richtet die Erlauer Wehr erstmals den Kreis-Jugendleistungsmarsch aus. "...und da habt ihr dann eben mal 70 Jugendgruppen zu Gast", so KBM Tornau. "Eine Mammutaufgabe", ergänzte KBR Ziegmann. Der Leistungsmarsch wird kombiniert mit einem Fest zum 30-jährigen Geburtstag der Erlauer Jugendgruppe. Die Veranstaltung findet am 26. Juli, beginnend mit einem gemeinsamen Gottesdienst im Festzelt, ihre Fortsetzung.
Kommandant Christian Eckert legte den Schwerpunkt seines Berichtes auf die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges für Erlau sowie die Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren in Walsdorf und Kolmsdorf. In diese Symbiose, an deren Verzahnung zur Zeit noch gearbeitet werde, solle auch das neue Fahrzeug hinsichtlich der Art und Ausrüstung passen. Besonders den Erkenntnissen der Klimaforscher, die eine Zunahme von Unwettern, Sturm und Hochwasser prognostizieren, müsse auch die Ausstattung Rechnung tragen. Den Fortgang der Gespräche und Planungen wie auch die Zusammenarbeit mit den Nachbarn bezeichnete Eckert als "sehr, sehr gut".
Eckert skizzierte weiterhin detailliert den Ausbildungsstand, die Lehrgänge, Übungen und Einsätze des vergangenen Jahres. 6 Mal musste die Wehr ausrücken. Dieter Grams