Die Schweinfurter Landtagsabgeordnete Kathi Petersen, Eberns Bürgermeister Jürgen Hennemann sowie Sands Bürgermeister Bernhard Ruß und der Sander Kreisrat Paul Hümmer (alle SPD) unterstützen eine "Allianz für den Steigerwald". Sie wollen, dass die Zukunft des Steigerwalds offen diskutiert wird, wie aus einer SPD-Mitteilung deutlich wird.
Nachdem die Staatsregierung die Ausweisung eines dritten bayerischen Nationalparks beschlossen, dabei aber den Steigerwald von vornherein ausgeschlossen hat, haben Nationalpark-Befürworter reagiert. Max Dieter Schneider (Bürgermeister in Ebrach), Hubert Weiger (Landesvorsitzender Bund Naturschutz), Benedikt Schmitt (Vorsitzender Verein Nationalpark Nordsteigerwald) sowie weitere Nationalpark-Befürworter protestierten mit einer gemeinsamen Erklärung gegen diese Entscheidung. Unterstützung erhalten sie von SPD-Politikern aus der Region: Kathi Petersen, Bernhard Ruß, Jürgen Hennemann und Paul Hümmer fordern eine ergebnisoffene Debatte zu dem Thema. "Es ist inakzeptabel, wenn die Staatsregierung ein Gebiet, dessen Schutzwürdigkeit bis weit ins bayerische Umweltministerium hinein bekannt ist, aus offensichtlich politischen Gründen ungeprüft schon im Vorfeld ablehnt", betont Petersen.
Ob Nationalpark, Unesco-Weltnaturerbe, Unesco-Weltkulturerbe oder vielleicht etwas anderes die sinnvollste Lösung sei, müsse diskutiert werden, unter Einschluss aller Möglichkeiten, sagt die SPD. "Wir brauchen eine gemeinsam erarbeitete Lösung. Für diese ist die Erstellung einer Potenzialanalyse als Diskussionsgrundlage absolut notwendig", erklärt Ruß.
Neben dem Naturschutz müsse man den Tourismus und die regionale Wirtschaft berücksichtigen, erläutert Hennemann. "Eher strukturschwache Gegenden können von einem Schutzgebiet profitieren, weil sie viele Touristen anlocken. Es ist nicht gerecht, wenn die Staatsregierung die wirtschaftlichen Vorteile zum Beispiel eines Nationalparks im Spessart betont, diese aber für den Nordsteigerwald scheinbar nicht für wichtig hält", meint er. Man müsse diskutieren, was für alle Seiten das Beste sei, erklärt Hümmer. red