Die Schüler der Grundschule Lonnerstadt-Weisachgrund hatten jetzt die Chance, zwei Bürgermeister alles zu fragen, was ihnen in den Sinn kommt. Vestenbergsgreuths Bürgermeister Helmut Lottes und sein Lonnerstadter Amtskollege Stefan Himpel standen den Viertklässlern im Rathaus Vestenbergsgreuth Rede und Antwort.

Schon seit mehreren Jahren veranstalten die beiden Bürgermeister solch eine Befragung. Lottes lobte dabei die reibungslose Zusammenarbeit mit dem Schulverband, in dem die Grundschule Lonnerstadt-Weisachgrund und die Grundschule in Vestenbergsgreuth sind. "Es ist schön, so Berührungspunkte zwischen Gemeinde und Schülern zu schaffen", so Himpel.

Vorbereitung im Unterricht

Vorbereitet hatten sich die 18 Kinder gemeinsam mit ihrer Lehrerin Frau Weidel im Heimat- und Sachkundeunterricht. Knapp drei Wochen lang beschäftigte sich die Klasse mit politischen Gemeinden und häufte so bereits ein fundiertes Wissen an. Im Unterricht hatten die Schüler auch eine Gemeinderatssitzung nachgespielt.

17 Fragen dachten sich die Schüler dann aus und stellten diese vorab den Bürgermeistern. Mittlerweile können sie einige der Fragen selbst beantworten, da es in der Zwischenzeit im Unterricht behandelt wurde. Und "die Fragen haben es in sich", so Himpel, bevor die ersten Fragen beantwortet wurden.

Die interessierten Viertklässler ließen bei ihrer Befragung kein Thema aus. So wollten die Kinder unter anderem wissen, wie man Bürgermeister wird, ab wann und wie lange man das Amt ausführen kann oder wie viel Geld ein Bürgermeister verdient. Auf Wunsch der Kinder zeigte Helmut Lottes ihnen seine Bürgermeisterkette.

Aber auch alltägliche Dinge beschäftigten die Schüler. Was passiert mit Sachen, die im Fundbüro nicht abgeholt werden? Wie viele Leute arbeiten in den Rathäusern und wie viel verdienen sie? Wann hat das Rathaus geöffnet? Gab es schon mal einen Bürgerentscheid?

Ihr Versprechen, alle Fragen zu beantworten, lösten die beiden Bürgermeister ein. Selbst die Frage nach den Schulden der Gemeinden beantworteten sie. Dabei müssen sich Vestenbergsgreuth und Lonnerstadt nicht verstecken, denn mit rund einer Million Euro Schulden liegen die Kommunen im bayerischen Durchschnitt.

Die zwei Bürgermeister stellten sich den Fragen der Schüler nicht allein. Im Schlepptau hatten sie den Verwaltungsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Höchstadt, Norbert Stoll, und die Zweite Bürgermeisterin Lonnerstadts, Regina Bruckmann. Zum Abschluss besuchten alle die Grundschule Vestenbergsgreuth und durften dort die gerade fertiggestellte Sporthalle anschauen, die "auch als Veranstaltungshalle genutzt werden wird", so Lottes.