von unserem Mitarbeiter  Alfons Beuerlein

Sand — "Wir freuen uns, dass wir dabei sein dürfen, und noch mehr freuen wir uns, dass wir zusammen mit dem TSV Großbardorf das Saison-Auftaktspiel der Bayernliga Nord bestreiten dürfen". Mit diesen Worten weist der Sander Trainer Bernd Eigner auf die am heutigen Freitag beginnende Spielrunde 2015/16 der Bayernliga Nord hin, die mit der Begegnung zwischen dem TSV Großbardorf gegen den FC Sand eingeläutet wird. Spielbeginn in Großbardorf ist um 18.30 Uhr.
Zwischen dem letzten Relegationsspiel bei der SpVgg Selbitz, mit dem der FC Sand den Aufstieg in die Bayernliga Nord perfekt machte, und dem heutigen Saisonauftaktspiel hatte der FC Sand nur wenig Zeit, sich zu regenerieren. Dazwischen lagen auch noch die beiden Totopokalspiele gegen den TSV Aubstadt (3:1) sowie erst am vergangenen Samstag ausgerechnet gegen den TSV Großbardorf, dem der FC im Seestadion mit 1:2 unterlag.

Einmal Tabellenführer?

Diesmal geht es für die Sander darum, erste Punkte für den Klassenerhalt einzusammeln. "Wenn wir einen Zähler mitnehmen können, wäre das für uns schon ein großartiger Erfolg. Noch schöner wäre es jedoch, wenn wir wenigstens für eine Nacht Tabellenführer der Bayernliga Nord sein dürften", sagt Eigner.
Natürlich weiß er, dass der TSV Großbardorf über eine spielstarke und durch Regionalliga- sowie langjährige Bayernliga-Zugehörigkeit über eine Mannschaft verfügt, die jede Menge Erfahrung mit auf das Spielfeld bringt. Er sagt jedoch auch: "Wir wollen dort nicht nur Erfahrung sammeln, sondern nach Möglichkeit auch etwas Zählbares mit nach Hause nehmen".
Beim Pokalspiel im Seestadion hielt der FC Sand über weite Strecken mit. Im ersten Spielabschnitt waren die Sander sogar die leicht spielstärkere Mannschaft. Nach der Pause schlichen sich bei den Hausherren jedoch Konzentrationsschwächen ein, die von den Grabfeldern gnadenlos bestraft wurden. Diesen Punkt sprach Trainer Eigner auch bei der Spielersitzung an. Seine Worte waren: "Wenn wir etwas in der Bayernliga erreichen wollen, müssen wir in jeder Sekunde des Spieles hochkonzentriert sein. Wir müssen uns so schnell wie möglich dem höheren Spieltempo und der größeren Cleverness in dieser Spielklasse anpassen. Das verlangt die Qualität der Bayernliga. Vor allen Dingen müssen wir in der Defensive sicher stehen und versuchen, eigene Fehler zu vermeiden. Auf der anderen Seite müssen wir lernen, von den Fehlern des Gegners zu profitieren, wenn der uns welche anbietet."
Die Eigner-Truppe fährt ohne jeden Druck, aber mit viel Motivation und Einsatzwillen nach Großbardorf.

Dünne Spielerdecke

Die Personaldecke ist jedoch sehr dünn, denn Florian Gundelsheimer, Josef Pickel und Dominik Rippstein fallen verletzungsbedingt definitiv aus. Große Fragenzeichen gibt es, ob Sven Wieczorek und Danny Schlereth eingesetzt werden können, die zuletzt nur Lauftraining absolvierten. Somit könnten Trainer Eigner vom für Bayernligaverhältnisse mit 18 Spielern sehr dünn besetzten Spielerkader eventuell nur 13 einsatzfähige Akteure übrig bleiben, aus denen er eine schlagkräftige Mannschaft bilden muss. Eigner gibt sich jedoch hoffnungsvoll: "Wir haben beim TSV Großbardorf nichts zu verlieren, sondern können nur gewinnen. Ein Auswärtssieg zum Saisonauftakt, das wäre für uns ein Riesen-Knüller", sagt er.
FC Sand: Biemer, Mai - Götz, Gonnert, Karmann, Krüger, Leim, F. Pickel, Ribeiro, D. Schlereth (?), Th. Schlereth, A. Schmitt, D. Schmitt, Tropper, Wieczorek (?), Wirth