von unserem Mitarbeiter  Alfons Beuerlein

Sand — Zu einer Nachholbegegnung erwartet der FC Sand am heutigen Mittwochabend (18.30 Uhr) im Seestadion den TuS Frammersbach. Gewinnen die bisher noch ungeschlagenen Sander auch diesmal und bleiben sie erneut ohne Gegentor, würden sie die Tabellenführung der Fußball-Landesliga Nordwest übernehmen.
Mit einem 8:0-Kantersieg kehrte der FC Sand am Sonntag aus Stegaurach zurück und setzte damit ein nicht zu übersehendes Ausrufezeichen. Entsprechend fielen die Kritiken aus. Die Gefahr dieser Lobeshymnen liegt darin, dass die Sander Spieler überheblich in die heutige Partie gehen und ihren Gegner TuS Frammersbach unterschätzen könnten.
"Mit mir nicht", sagt allerdings Trainer Bernd Eigner dazu, "und das werde ich der Mannschaft auch eintrichtern. Jedes Spiel läuft anderes. Auch in Stegaurach war bei uns nicht alles Gold, was glänzt. In unserer Spielklasse gibt es keine leichten Gegner." Trotz des 8:0 war Bernd Eigner mit Teilen seines Teams nicht vollkommen zufrieden. Dies betraf besonders das Abwehrverhalten in der zweiten Halbzeit: "Da hat mir einiges nicht gefallen. Da müssen wir konsequenter und konzentrierter sein und besser arbeiten", sagt Eigner. Der Coach sieht keinen Grund, den 8:0-Auswärtssieg überzubewerten, denn nach seiner Meinung haben das schnelle 1:0 in der 1. Spielminute und der frühzeitige Platzverweis für den Stegauracher Spielertrainer Bernd Oberst seiner Mannschaft in die Karten gespielt. Mit nun drei Siegen und 11:0 Treffern hat die Sander Mannschaft jedoch ein Zeichen gesetzt. Bernd Eigner sieht das so: "Der TuS Frammersbach ist dadurch ebenso gewarnt wie die übrigen Mannschaften der Landesliga Nordwest. Alle werden gegen uns nun noch motivierter sein und versuchen, uns ein Bein zu stellen. Darauf müssen wir uns einstellen, indem wir in jedem Spiel noch mehr tun und immer unsere bestmögliche Leistung abrufen".

Hoffen auf frühe Führung

Bereits heute kann die Sander Mannschaft zeigen, aus welchem Holz sie in dieser Saison wirklich geschnitzt ist. Sicher ist, dass die "Schwarz-Weißen" als klarer Favorit in die Begegnung gehen. Anzunehmen ist aber auch, dass der TuS Frammersbach (13. Platz / 3 Punkte) versuchen wird, solange es geht ohne Gegentor zu bleiben. Die Hausherren werden sich sicherlich erneut auf ein Geduldsspiel einstellen müssen. Das weiß die Mannschaft um Spielführer Daniel Rinbergas ebenso wie Eigner, der ausführt: "Ein frühzeitiger Führungstreffer von uns würde dem Spiel bestimmt gut tun. Denn dann müsste der Gegner aus seiner Festung kommen".
Wie den TuS Frammersbach, so plagen auch den FC Sand einige Verletzungssorgen. Schon in Stegaurach fehlten Bernd Eigner die Schlereth-Brüder ebenso wie Andre Karmann und Bernd Pankratz sowie der Langzeitverletzte Dinis Ribeiro. "Das sind alles ambitionierte Spieler, die der Mannschaft gut tun würden. Wenn überhaupt, wird von ihnen nur Danny Schlereth gegen Frammersbach zur Verfügung stehen. Wir können aber trotzdem eine starke Mannschaft aufbieten, die in der Lage ist, als Sieger vom Platz zu gehen", so Eigner und fügt an: "Wir wollen an die Spitze, denn von oben hat man immer den besten Blick."
FC Sand: Biemer, Kundmüller, Schanz - Finnemann, Gundelsheimer, Götz, Heyer, St. Krines, T. Krines, Leim, Pickel, Rinbergas, Rippstein, D. Schlereth (?), Schmitt, Wasser, Wieczorek, Wirth