Die Bürgerinitiative (BI) "Sand bleibt!", die sich gegen eine weitere Ausweitung der Kiesausbeute bei Sand wehrt, war kürzlich zu Besuch beim Baye-rischen Industrieverband Steine und Erden in München, der die Interessen der Abbaubetriebe vertritt. Der BI war aufgefallen, wie sie mitteilte, dass Bayern offenbar wesentlich mehr Sand und Kies benötigt als andere Gebiete in Deutschland. Die Bürgerinitiative fragt; "Muss das sein? Versorgen wir andere Länder auf Kosten unserer Heimat, quasi im Länder-Sand-Ausgleich? Oder suggeriert man nur einen hohen Bedarf, um die Verwaltung zur fleißigen Ausweisung von Abbauflächen zu animieren?" Trotz dieser Diskussion verlief das Gespräch mit dem Vorsitzenden der Fachabteilung Sand und Kies, Hermann Mader, und der Ansprechpartnerin für Öffentlichkeitsarbeit, Stephanie Gillhuber, laut Bürgerinitiative in einer freundlichen Atmosphäre. Die Vertreter des Industrieverbandes stimmten darin zu, dass die Situation in Sand sehr speziell und die Sandausbeute im Maintal ohnehin ein Auslaufmodell sei. Ein weiteres Gespräch führte Mark Werner, der Sprecher der BI, mit Landrat Wilhelm Schneider (CSU). Die Behörde hat über einen Abbauantrag nicht zu entscheiden, sondern wird nur als Vertreter öffentlicher Belange befragt (zuständige Behörde ist das Bergbauamt in Bayreuth). Der Landrat gab zu verstehen, dass er für die Lage in Sand und die Bürgerinitiative Verständnis habe, wie das Landratsamt bestätigte. Die Behörde müsse eine rein sachliche Abwägung vornehmen, sollte ein Abbauantrag kommen. red