Zum Artikel "Söder steht auf Kronachs Seite": Beim Neujahrsempfang der Frankenwald-CSU war unter anderem auch Ministerpräsident Söder zu Gast und versicherte der Führungsriege, dass sie sich auf ihn zu 100 Prozent verlassen könne.

Dass es umgekehrt nicht unbedingt auch so sein muss, beweisen die vielen überparteilichen Wählergruppierungen, die sich im Vorfeld der anstehenden Kommunalwahlen auch in CSU-Hochburgen gebildet haben, und eine fränkische "Schieferuhr". Was war geschehen?

Die "Schieferuhr" hatte unser Ministerpräsident bei einem früheren Besuch in Steinbach am Wald vom Bürgermeister und jetzigen Landrat Klaus Löffler geschenkt bekommen. Doch, so Söder, hätte sie ihm schon nach kurzer Zeit die Gefolgschaft verweigert und sei überdies auch nur einen Tag lang richtig gelaufen. So, so!

Ob vielleicht die "Uhren" im Frankenwald trotzdem noch anders gehen als in München? Dies könnte man aufgrund des Sachverhalts zumindest vermuten. Vor Ort wollte man das aber dann doch nicht abklären, kündigte sich doch zum Missfallen mancher Honoratioren dann auch noch ein "Bauernaufstand" an. Deshalb hieß die Devise: "Nichts wie weg!"

Wie auch immer, amüsant ist die Geschichte dann doch irgendwie. Ob Söder allerdings zu 100 Prozent an der Seite Kronachs steht, bleibt dahingestellt.

Georg Zinner Rothenkirchen