Gertrud Glössner-Möschk

Bamberg — Die Zipfelmütze war ihr Markenzeichen, sonst aber weiß man praktisch nichts mehr über die "Zipfelhäuser Bauern", die sich vor über hundert Jahren unter diesem Namen in Bamberg zu einem Stammtisch zusammengefunden haben.
Unsere Leserin Jutta Fedele möchte aber gerne mehr darüber wissen. Kürzlich ist ihr nämlich ein (ur)altes Foto in die Hände gefallen, das ihre Mutter als Kind zeigt - inmitten von Männern mit Zipfelmützen. Es ist Luise Bauer, die nach ihrer Hochzeit Jaunich hieß. Als eine Art Ehrenjungfrau hält sie ein Schild in die Kamera: "Stammtisch Zipfelhäuser Bauern/40.jährige Stiftungsfest/15.7.1934".
Die grammatikalisch nicht ganz richtige Aufschrift weist also darauf hin, dass der Stammtisch über geraume Zeit bestanden und ein gewisse Bedeutung gehabt haben muss.
Jutta Fedele hat sich an Wolfgang Wußmann gewandt, der die Stadtgeschichte gut kennt, insbesondere die Geschichte der Bamberger Gärtner und des Stadtteils Bamberg-Nord. Aber auch Wußmann hat bis jetzt nicht sehr viel herausbekommen.
Immerhin weiß er: Das Stammlokal der "Zipfelhäuser" muss in der Gaststätte "Drei Linden" in der Memmelsdorfer Straße gewesen sein, schräg gegenüber der Mälzerei Weyermann. Der Verein soll über viele Jahre die Ottokirchweih organisiert haben.
Vielleicht kann einer unserer Leser ein bisschen mehr Licht in das Dunkel der "Zipfelhäuser" bringen? Wolfgang Wußmann und Jutta Fedele würden sich darüber freuen.