In einem kleinen russischen Städtchen wird die Nachricht verbreitet, ein Revisor (ein staatlicher Kontrolleur) sei inkognito auf dem Weg in die Stadt. Alle Beamten der Stadt, allen voran der Bürgermeister als Oberhaupt, fürchten sich vor diesem Besuch. Schließlich hat jeder von ihnen Dreck am Stecken: Staatliche Gelder wurden veruntreut, Bestechungsgelder sind geflossen, den Ärmsten der Stadt ist man mit Willkür begegnet. Also ist guter Rat teuer ...
Die Schüler der 8. Klasse der Rudolf-Steiner-Schule sind seit Wochen mit ihrem Klassenspiel beschäftigt. Nicht nur, dass sie für die anstehenden Aufführungen des Theaterstücks "Der Revisor" nach Gogol das Schauspiel proben, die Klasse ist auch damit beschäftigt, Bühnenbild, Requisiten, Kostüme, Plakate, schlicht alles, was man für eine Theateraufführung braucht, selbst herzustellen.
Dafür teilten sich die Schüler in drei Gruppen. Im Handwerksunterricht sind sie Szene für Szene des Stückes durchgegangen, um zu besprechen, was an Requisiten und Bühnenbildern benötigt wird. Es wurde gesägt, geschliffen, gedrechselt. Dabei sind diverse Möbel in Biedermeierart entstanden und eine Vorbühne mit Treppenaufgang. Manche Elemente sind so gebaut, dass sie für unterschiedliche Szenen benutzt werden, das Bücherregal ist auf der anderen Seite ein Fenster und das Bett kann die Funktion eines Sofas übernehmen. "Da wir nicht so viel Platz auf und vor allem hinter der Bühne haben, mussten wir überlegen und kombinieren", sagt Erik, ein Schüler aus dem Bühnenbildteam.
Im Kunstunterricht haben sich die Schüler vorweg kleine Modelle gebaut.
Die Schneiderei leitet die Kostümbildnerin Nuschin Rabet. Sie hat sich viel vorgenommen, sich und den Schülern hohe Ziele gesetzt, gebraucht wird dabei Geduld und viel Stoff.
Der Lehrer und Regisseur Ulrich Dallmann hat Spaß mit den Schülern, immerhin handelt es sich um eine Komödie und "die sind unglaublich gut miteinander. Es ist eine sehr motivierte Klasse, die wollen."