Das Fränkische-Schweiz-Museum in Tüchersfeld ist weiterhin für das Publikum im Lockdown. Planungen stehen immer unter dem Aspekt, innerhalb weniger Stunden überholt zu sein. Auch wenn es zum 20. Dezember kurzfristige Lockerungen für private Kontakte geben soll, ist bislang nicht bekannt, ob dann Museen und damit auch das Fränkische-Schweiz-Museum geöffnet werden dürfen.

Die Museumsmacher rechnen eher mit einem Öffnungstermin im ersten Quartal des neuen Jahres. Wann der genau sein wird, wissen auch die Tüchersfelder nicht. "Je eher, umso lieber", sagt Museumsleiter Jens Kraus, "wenn Kultureinrichtungen öffnen dürfen, dann öffnen wir auch".

Ab dem 30. April soll die Ausstellung "50 Schätze. Dinge erzählen Geschichte" im Fränkische-Schweiz-Museum zu sehen sein. Der Besucher begegnet in dieser Ausstellung 50 Objekten, die Geschichten aus verschiedenen Zeiten und Themengebieten über die Großregion erzählen. Darunter sind Gegenstände aus dem Magazin des Fränkische-Schweiz-Museums aber auch Leihgaben aus anderen Museen, Bibliotheken und Vereinen zu sehen. So wird in der Ausstellung ein Brief Alexander von Humboldts gezeigt werden, den dieser am 24. Oktober 1793 in Streitberg verfasst hat.

Kraus freut sich schon auf die Schau, in der das Museumsteam auch Neues ausprobieren möchte: "Wir organisieren die Ausstellung als Panoptikum. Erstmals verfassen wir die Objekttexte in erzählendem Stil. Durch die narrative Erzählweise möchten wir eine besondere Nähe der Besucher zu den Objekten herstellen. "

An dem bundesweiten Jahr "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" beteiligt sich das Fränkische-Schweiz-Museum mit drei Veranstaltungen im Sommer 2021. Es wird einen Vortrag von Professorin Talabardon, ein Klezmerkonzert und eine Lesung mit Rabbi-Geschichten im Museum geben, welches im sogenannten Judenhof beheimatet ist. red