Pettstadt — Zum Start nach der Winterpause in der Fußball-Landesliga Nordwest hat es für den SV Pettstadt am Samstag eine nicht unerwartete 0:2 (0:0)-Niederlage beim Titelanwärter FC Sand gegeben. Die Freude nach dem hart erkämpften Erfolg gegen den SVP, der gleichzeitig eine gelungene Revanche für die 1:3-Hinspielniederlage war, fiel bei Trainer Bernd Eigner "riesengroß" aus.
"Uns war von Anfang klar, dass es kein einfaches Spiel werden wird", sagte der 42-Jährige erleichtert. Tatsächlich mühte sich der Favorit gegen die Pettstadter mehr, als die meisten der 280 Zuschauer rund um den schmucken Kunstrasenplatz im Seestadion wohl erwartet hatten. Zwar nahmen Kapitän Daniel Rinbergas und seine Teamkollegen in diesem Geduldsspiel von Anfang an das Heft in die Hand. Zählbares sprang jedoch über weite Strecken nicht heraus.

"Taktik ist fast aufgegangen"

Mangelnde Konzentration sowie der sehr gut aufgelegte Pettstadter Torwart verhinderten die Führung. SVP-Kapitän Mario Meth stand kurz vor der Pause plötzlich alleine vor dem Sander Schlussmann Dominik Biemer. Dieser rettete aber bravourös.
Den gleichen Zweikampf - Meth gegen Biemer - sahen die Zuschauer unmittelbar nach dem Wiederanpfiff nochmals, mit demselben Ausgang (47.). Die spielerisch hoch überlegene Eigner-Elf drückte weiter auf das Tor der sich tapfer wehrenden Gäste. Doch erst der für Tobias Krines nach knapp einer Stunde eingewechselte Stefan Wasser brach den Bann. Einen von Danny Schlereth in den Strafraum getretenen Freistoß verlängerte Dominic Leim mit dem Kopf genau auf den Mittelfeldakteur, der ebenfalls mit dem Kopf vollendete (73.). In der Nachspielzeit lupfte Daniel Rinbergas elegant zum verdienten 2:0-Endstand (91.).
FCS-Coach Eigner sagte: "Pettstadt war der erwartet unbequeme Gegner. Davor hatten wir die Mannschaft gewarnt. Wenn Pettstadt in Führung geht, wird es schwer. Insgesamt war es ein verdienter Arbeitssieg."
Jochen Kutzelmann, der Pettstadter Trainer, sagte: "Niederlagen schmerzen immer. Unsere Taktik wäre fast aufgegangen. Wir haben versucht, gegen die weitaus bessere Mannschaft tief zu stehen, gut zu verteidigen. In solchen Spielen bekommt man solche hundertprozentige Chancen, wie wir sie heute hatten, normalerweise nicht. Es muss eigentlich zwei Mal klingeln, dann geht dieses Spiel sicher ganz anders aus." rn