Im Burghaslacher Ortsteil Niederndorf versteht man Kerwa zu feiern. "Einen schön geschmückten Baum habt ihr heuer, die Kupfn ist richtig modebewusst in den Farben lila/rosa/rot", lobte Burghaslachs Bürgermeister Armin Luther (CSU/FWG), als er am Samstagnachmittag beim Baumaufstellen zuschaute.
Die bunte Baumkrone hatten die kleinen Kerwasmadla so schön verziert. "Eure Bargestaltung ist phänomenal, und erst das Checkpoint-Charly-Häuschen", fügte er begeistert an. Das Thema "Mit dem Trabi durch die DDR" durchzog die ganze Kerwa und weckte bei allen Kerwabesuchern "ostalgische" Gefühle.
Ausgerichtet wird die Nie-derndorfer Kerwa schon immer von der Ortsfeuerwehr, denn auch in einem kleinen Ort mit etwa 130 Einwohnern soll etwas geboten sein. Am Freitagabend zapfte Bürgermeister Luther mithilfe von Pfarrer Daniel Lischewski um 18 Uhr das erste Fässla Bier mit zwei Schlägen an, bevor die leckeren und allseits beliebten Salzknöchla zum Essen lockten.


Zwei Bäume aufgestellt

Am Samstagnachmittag wurden der kleine, acht Meter hohe Kerwasbaum der Nachwuchskerwaburschen und der große, 25 Meter hohe Kerwasbaum der "Alten" mit musikalischer Unterstützung eines wild gemixten Blasmusiktrupps aufgerichtet. Obwohl ein starker Wind den Burschen zu schaffen machte, ging alles recht schnell und keiner schwitzte so richtig beim Aufrichten. In 35 Minuten stand der Baum wie eine Eins, was auch dem tüchtigen Baumkapo Markus Ziegler zu verdanken war.
Das Schönste für die Kinder in Niederndorf ist nicht das Karussell oder die Bude mit Süßigkeiten und Nippes. Nein, die Kids freuen sich auch, wenn sie zusammen auf dem nebenan liegenden wunderschönen Spielplatz herumtoben können. Abends spielten die "Seitz Bubn", die in Niederndorf ein Heimspiel haben, in der schön geschmückte Trabi-Bar auf.
Nach dem Gottesdienst am Sonntag lockten Sauerbraten und Schäuferla alle Gäste zum Genießen, und um 14 Uhr ging es weiter mit Kaffee und selbst gebackenen Kuchen, bevor die Kerwa langsam ausklang.