Das Bionicum Nürnberg, eine Dienststelle des Bayerischen Landesamts für Umwelt, hat sechs Kurzfilme zu aktuellen bayerischen Bionik-Projekten produziert. Zu sehen sind die zwei- bis dreiminütigen Videos auf dem Bionicum-YouTube-Kanal. Im Abstand von zwei Wochen wird hier sowie auf einer interaktiven Medienstation im Bionicum immer freitags ein neuer Film veröffentlicht, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Filme informieren über die Arbeit des Projektverbunds "BayBionik", an dem unter anderem die TH Nürnberg und die Uni Erlangen-Nürnberg beteiligt sind.

Vorteile für die Umwelt

An welchen Bionik-Projekten wird derzeit geforscht, welche natürlichen Ideengeber dienen als Vorbilder für modernste Technik und was sind die Umweltvorteile, die damit erzielt werden sollen? Die Antworten geben in den Videos die Forschenden selbst. Sie erklären den Zuschauern beispielsweise, dass aus den natürlichen Materialien Zellulose und Spinnenseide in naher Zukunft Lichtleiterkabel hergestellt werden sollen, die Daten übertragen. Oder, dass von Muscheln inspirierte Keramik bei gerade einmal 20 Grad hergestellt werden kann, während man für die Erzeugung herkömmlicher Keramik etwa 1300 Grad benötigt.

Der Projektverbund "BayBionik" läuft noch bis Ende 2021 und wird vom Bayerischen Umweltministerium mit 1,8 Millionen Euro gefördert. Das Bionicum übernimmt seit 2019 die Öffentlichkeitsarbeit für den Verbund und informiert auf seinen Social-Media-Kanälen und in der Ausstellung regelmäßig über Fortschritte und Aktionen.

Weitere Informationen zum Bionicum Besucherzentrum im Tiergarten Nürnberg sowie zur Bionik-Forschung in Bayern gibt es unter www.bionicum.de und www.baybionik.de. red