Das 10. Blues & Jazzfestival, das vom 5. bis 15. August stattfindet, wirft seine Schatten voraus. Aus dem Schatten tritt dabei eine Bamberger Band, deren Wurzeln ein halbes Jahrhundert zurückreichen. Älteren Bambergern werden Eggy and the Ramblers noch in Erinnerung sein. Gegründet 1965 von den drei Brüdern Helmut, Eggy und Hilmar Müller wurden sie fester Bestandteil der Musikszene der Stadt. Als sie dann als Ramblers Blues Group firmierten, feierte hier Uwe Gaasch - heute unter anderem bei Schweinsohr Selection und Brand Old - sein Debüt als Sänger, Percussion-, Saxophon- und Mundharmonikaspieler.
Legendär sind die Auftritte der Gruppe im seinerzeitigen Ami-Lokal Atlantik in der Franz-Ludwig-Straße. Die Band zeichnete sich schon damals - also der Zeit weit voraus - dadurch aus, dass sie sich dem Blues und dem Soul verschrieb. Eine treue Fangemeinde begleitete die Ramblers über die Jahre. Aber die Gruppe löste sich aus familiären und beruflichen Gründen auf.
Jetzt aber kommt's: Während der "Oldie" Helmut Müller sich als Hobby der Politik verschrieben hat (zur Zeit als Vorsitzender der CSU-Stadtratsfraktion), sind seine Brüder Eggy (Keyboard, Gesang) und Hilmar (Gitarre, Gesang, Flöte) "back to the roots" gegangen und haben mit anderen versierten Musikern mit langjähriger Bühnenerfahrung ein Repertoire erarbeitet, das sie nun als Soul Message präsentieren: gute afroamerikanische Musik, die in Bauch und Beine geht, von Ray Charles über Blood, Sweat & Tears bis zu Stevie Wonder.
Mit von der Partie ist Roland Kocina (Saxophon, Flöte), bekannt als langjähriger Leiter der Uni-Bigband und diverser anderer Ensembles. Begeistern kann auch Frontlady Jennifer Utley (Gesang) mit ihren Interpretationen bekannter Jazz-Klassiker.
Soul Message spielt im Rahmen des Blues & Jazzfestivals am Montag, 15. August, ab 16.30 Uhr am Gabelmann. Wer so lange nicht mehr warten möchte, kann schon am morgigen Sonntag ab 11 Uhr zum Spezi-Keller pilgern. Hier zeigt die Bamberger CSU bei ihrem Jazz-Frühschoppen, dass sie sich mit Soul Message auch durchaus "fetzig" präsentieren kann. red