Sein Konzept für einen zukunftsträchtigen Waldumbau stellte Betriebsleiter Matthias Wallrapp bei einer Begehung im Windheimer Wald vor. Zur Führung zu diesem Thema konnte der Bund Naturschutz zahlreiche Interessierte in dem Wald, der zum Forstbetrieb Juliusspital gehört, begrüßen. Betriebsleiter Matthias Wallrapp führte die Teilnehmer in einer zweistündigen Waldwanderung durch sein Revier.

Wesentlich ist dabei die Durchmischung der vorherrschenden Buchenbestände mit verschiedenen Laubbaumarten, die gut mit den steigenden Temperaturen und dem veränderten Wasserangebot zurechtkommen. Daneben setzt er auch auf die Weißtanne, die ebenfalls mit der Klimaveränderung gut zurechtkommt.

Fichte hat schlechte Chancen

Zudem ist man im Wirtschaftswald auch auf Nadelholz angewiesen, das als Baumaterial von großer Bedeutung ist. Die Fichte, die als Brotbaumart nach dem Zweiten Weltkrieg verstärkt angepflanzt wurde, wird in unserer Region den Klimawandel nicht überleben. Neben der Weißtanne sieht er auch noch Küstentanne und Douglasie als alternative Nadelbaumarten an. Obwohl die Weißtanne beim Rehwild als Äsung sehr beliebt ist, kann sie im Windheimer Wald ohne Zäunung heranwachsen. Das setzt allerdings eine konsequente Bejagung des Rehwildes voraus, denn nur so könne man eine angemessene Bestandsdichte erreichen. Während die Buche, besonders wenn sie stärkerer Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, inzwischen auch bei uns geschädigt werden kann, weist die heimische Traubeneiche eine günstige Zukunftsprognose im Bezug auf den Klimawandel auf. Sie findet man im Windheimer Wald als Beimischung in Buchenbeständen, aber auch in größeren Reinbeständen. Da sie sehr lichtbedürftig ist, versucht man sie in Buchenbeständen freizustellen, um sie zu fördern.

Da auch einige Waldbesitzer, Förster und Jäger an der Führung teilnahmen, ergaben sich immer wieder Diskussionen zur Waldbewirtschaftung.