Das Jubiläum der Gnadenhochzeit haben Gertraud und Franz Hümmer gefeiert. Ihr Jawort hatten sie sich vor 70 Jahren, am 19. Oktober 1950, gegeben.

Franz Hümmer wurde am 4. Februar 1931 in Bamberg, seine Frau am 28. November 1932 in Gaustadt geboren. Kennengelernt haben sie sich auf der Kirchweih in Bischberg. Am 19. Oktober 1950 haben sie in Gaustadt geheiratet. Das Ehepaar Hümmer hat vier Kinder, drei Enkelkinder und ein Urenkelkind.

Franz Hümmer hat den Beruf des Malers erlernt. Anschließend arbeitete er als Bauarbeiter, bevor er 1961 zu den Verkehrsbetrieben der Stadt in die Werkstatt wechselte. Hier war er bis zu seinem Renteneintritt 1989 beschäftigt. Er engagierte sich ehrenamtlich im VdK und war zehn Jahre lang in Gaustadt der Vorsitzende des Ortsvereins. Außerdem war er im Kreisvorstand vertreten. Weiterhin ist er seit über 60 Jahren Mitglied bei der Arbeiterwohlfahrt. Gertraud Hümmer hat 15 Jahre bei der Erba gearbeitet.

Als Hobby unterstützte das Ehepaar Hümmer ihre Tochter in deren Gärtnerei (Gärtnerei Gütlein in der Egelseestraße), bis diese vor ein paar Jahren den Betrieb einstellte.

Die meisten Glückwünsche zur Jubelhochzeit kamen mit der Post. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Oberbürgermeister Andreas Starke schickten Briefe.

Der Pandemie zum Trotz erledigt Franz Hümmer die Einkäufe noch selbst; ansonsten gehen die Eheleute kaum mehr außer Haus. Und trotzdem informieren sie sich täglich, was in Bamberg so los ist: "Früh muss ich meine Zeitung haben", sagt Franz Hümmer, "ohne die kann ich nicht leben. Meine Frau steht immer etwas später auf als ich, die liest sie danach." red