Großenseebach — Wenn immer behauptet wird, Kinder würden zu wenig lesen, trifft das mit Sicherheit nicht auf die Grundschüler in Großenseebach zu. "Freude am Lesen zu vermitteln, gehört mit zu den wichtigsten Aufgaben einer Schule", erklärt Schulleiterin Ulrike Strobel. Die Großenseebacher Schule nimmt dieses Thema sehr ernst und fördert es in vielfältiger Weise und in Zusammenarbeit mit der Gemeindebücherei über den normalen Leseunterricht hinaus mit Angeboten und Aktionen.
Diese sind inzwischen fester Bestandteil des Unterrichtsalltags und werden von den Schülern begeistert angenommen. Schon seit einigen Jahren haben die Bücherei und damit die Schüler Zugang zu "Antolin", einem Internetprogramm zur Leseförderung, das es seit 2001 gibt. Damit können die Schüler "mit Lesen punkten", und viele tun das regelmäßig und mit Begeisterung. Antolin soll das sinnentnehmende Lesen fördern und die Schüler dazu motivieren, sich mit den Inhalten der gelesenen Werke auseinanderzusetzen. Die Lesefertigkeit ist mit vielen intellektuellen Fähigkeiten unmittelbar verbunden: sie beeinflusst die Entwicklung des Vorstellungsvermögens, der Fantasie, der Sprach- und Ausdrucksweise und ist Grundlage für die Erfahrung, wie bereichernd und (ent-)spannend Lesen sein kann. Diese Fähigkeiten und Erfahrungen zu entwickeln, zu fördern und zu schützen, ist das Ziel von Antolin.
In Großenseebach wird jedes Jahr nicht nur eine Lesekönigin oder ein Lesekönig gekürt, sondern es gibt auch Punkte und Preise. "Antolin ist eine tolle Sache, und ich weiß, es macht euch Spaß", lobte Ortrud Günther von der Gemeindebücherei die vier Grundschulklassen. Auch Ulrike Strobel ermunterte die Kinder. "Lesen macht Spaß, wenn man es auch kann", meinte die Schulleiterin. Sie rief dazu auf, das Angebot der Bücherei zu nutzen.
Das Angebot hatten 56 Kinder genutzt, wurden mit einer Urkunde belohnt und die jeweils fleißigsten Leser noch mit einem Gutschein. Richard Sänger