Das Kulturzentrum E-Werk hat Anfang Oktober die Reihe "LeseSalon" gestartet, in der es regelmäßig Lesungen mit jungen Gegenwartsautoren in der Clubbühne gibt. Am Samstag, 17. Oktober, ist um 20 Uhr Paula Irmschler zu Gast.

Mit Witz und Präzision erzählt Paula Irmschler laut Pressemitteilung des E-Werks in ihrem Romandebüt "Superbusen" davon, was es bedeutet, sich von der eigenen Geschichte abzunabeln: Gisela zieht nach Chemnitz, um neu anzufangen. Die Stadt ist für die Anfang 20-Jährige ein Versprechen. Endlich studieren, sich finden, weg von der Familie und all den anderen Menschen, die sie nicht versteht und die sie nicht verstehen. Ihren Körper und ihre Gedanken aber nimmt sie mit.

Doch in Chemnitz gibt es die Freundinnen, die die Welt nicht so akzeptieren wollen, wie sie ist. Zusammen gehen sie auf Demonstrationen, betrinken sich, versuchen, über die Runden zu kommen und gründen eine Band: "Superbusen". Bei ihren Konzerten entdecken sie das erste Mal das Konstrukt Ost und West, was sie als Frauen zusammenhält und trennt sowie die Macht der Musik. Irmschlers Roman handelt von der Verwundbarkeit des eigenen Körpers, von der Liebe, von zu Hause, von Lebensplänen, die häufig nur aus Warten bestehen, und der Kraft der Freundschaften. Die Veranstaltungen finden mit begrenzter Zuschauerzahl und festen Sitzplätzen statt. Karten gibt es unter www.e-werk.de. red