Auch wenn sie "nur" auf zehn Aktive zählen kann, missen möchte die Feuerwehr Lempertshausen niemand. Im Rahmen der Hauptversammlung machte Kreisbrandrat Manfred Lorenz deutlich, dass die zwei Frauen und acht Männer all das leisteten, was man von ihnen erwarte. Lorenz sagte weiter: "Wir können uns den Luxus nicht leisten, auf euch zu verzichten." Dass die Feuerwehr in Lempertshausen nicht nur für den Feuerschutz da ist, sondern wesentlich zum gedeihlichen Miteinander im Ort beiträgt, wurde nicht nur durch den Bericht der Vorsitzenden des Feuerwehrvereins, Susanne Schwanert, deutlich, auch Bürgermeister Tobias Ehrlicher (SPD) unterstrich, dass der Ort ohne seine Feuerwehr deutlich ärmer wäre. Er betonte, dass vor allem die vorhandene Ortskenntnis ein unverzichtbarer Vorteil der örtlichen Feuerwehren sei.
Von zehn praktischen Übungen, zwei Schulungsabenden und vier Weiterbildungen im Bereich des Digitalfunks berichtete Kommandant Thomas Schwanert. Bei einem Brand in Bad Rodach war das Wissen und Können der Helfer aus Lempertshausen gefordert. "Wir waren mit neun Einsatzkräften vor Ort", so der Kommandant.
Die Mitglieder hatten am Gerätehaus gearbeitet. Nach den Worten von Thomas Schwanert wurde in 60 Arbeitsstunden der Anstrich erneuert. Mit der Leistung der Feuerwehr zeigten sich Kreisbrandinspektor Stefan Püls und Kreisbrandmeister Detlef Schoder äußerst zufrieden. "Hier passt einfach alles, vor allem die Kameradschaft", stellten sie unisono fest. Besonders hoben sie hervor, dass die Feuerwehr ein unverzichtbarer Kulturträger sei.
Die Hauptversammlung bildete den würdigen Rahmen, zwei langjährige Aktive öffentlich zu ehren. Im Namen des bayerischen Innenministers konnte Landrat Michael Busch (SPD) das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber für 25-jährige Dienstzeit an Heino Huthöfer und Holger Stampf verleihen. Michael Busch hob heraus, dass die beiden Geehrten seit einem Vierteljahrhundert nicht nur bereit seien, sich für andere einzusetzen, sondern sich auch stetig weitergebildet hätten, um im Ernstfall die bestmögliche Hilfe leisten zu können. Deutlich führte Michael Busch vor Augen, dass sich alle Dienstleistenden freiwillig Pflichten auferlegten, um Menschenleben zu retten oder das Hab und Gut anderer zu bewahren. "Dies verdient höchsten Respekt und Anerkennung", betonte Busch. Auch er sprach sich deutlich für den Erhalt der "kleinen" Wehren aus.
Martin Rebhan