von unserem Mitarbeiter Erhard beudert

Rannungen — Die heimatkundliche Sammlung Rannungens war Thema in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Altbürgermeister und Ortsheimatpfleger Leo Erhard gab einen ausführlichen Bericht über Entstehung und aktuellen Zustand der Ausstellungsstücke, die im Rathaus selbst, in der Heimatstube der benachbarten Schule sowie in Gebäuden am Johannisberg und am Ebenhäuser Weg ihr Dasein frist.
"Die Verantwortung dafür soll zurück in die Gemeinde", sagte Leo Erhard und plädierte dafür, "diese Schätze von Aufzeichnungen mit zahlreichen bekannten Namen" zu erhalten.
Die Chroniken in der Sammlung gehen zurück bis 1684. Darunter sind Geburten- und Heiratsbücher, Lehensarbeiten von Leo Hartung, von Lehrer Reinhard und Oberstudienrat Alfred Memmel, von der Pfarrei Rannungen oder auch das handgeschriebene Gebetbuch von Marie Magdalena Schleiblein. Die Sammlung hat aber noch einige andere "Schätze" zu bieten.
"Noch sind die Archivunterlagen Privatbesitz, sie sollten jedoch der Gemeinde zugeführt werden", sagte Leo Erhard auch im Hinblick auf die in einigen Jahren anstehende 1250-Jahres-Feier. Viele Gemeinden wären stolz, eine solche Geschichte über die Gemeinde vorweisen zu können, sagte Leo Erhard und bot auch für die Zukunft seine Mitarbeit beim Erhalt der Sammlung für kommende Generationen an, denn: "Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Zukunft nicht gestalten." Harald Leurer (parteilos) nahm diese Anforderung auf und bat um Berücksichtigung bei Umbauten des Rathauses und der Alten Schule, um die Sammlung weiterhin pflegen und erhalten zu können. Die im Nebenraum des Jugendraums, am Johannisberg und am Ebenhäuser Weg eingelagerten Kulturgüter soll aussortiert und per Rundschreiben der Bevölkerung angeboten werden.

Radweg sorgt für Diskussion

Das Radwegenetz in Rannungen ist seit geraumer Zeit Thema im Gemeinderat. Die erneute Beratung, ob entlang der KG 10 in Richtung Pfändhausen der Weg rechts oder links angelegt werden soll, wurde auf Antrag von Harald Leurer mit 7:4 Stimmen von der Tagesordnung genommen. Das Thema wurde trotzdem diskutiert. Werner Keller (Bürgerliste) favorisiert die linksseitige Variante, weil er so die Überquerung des Radweges für gefahrlos hält. Harald Leurer sähe den Radweg lieber auf der rechten Seite.
Bürgermeister Fridolin Zehner (CSU/FW) verwies darauf, dass die Landkreise Schweinfurt und Bad Kissingen die linke Variante favorisieren. Yvonne Seufert (Bürgerliste) vermisste eine Übersicht von Vor- und Nachteilen.