Auf der jährlichen Mitgliederversammlung äußerte sich der Verband Haßberge-Tourismus besonders in Bezug auf das Freizeitangebot für Einheimische und Gäste zuversichtlich - trotz Corona.

"Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass wir mit unserem kompakten Maßnahmenplan zur freizeit-touristischen Entwicklung in unserer Region die Weichen richtig gestellt haben", sagte der Vorsitzende von Haßberge-Tourismus, Landrat Wilhelm Schneider, in der Mitgliederversammlung in Hofheim. Diese Freizeitangebote dienten vor allem der Bevölkerung und Gästen aus nah und fern. "Genau das hat sich während der Corona-Pandemie als richtiger Schachzug erwiesen, denn die Freizeit- und Urlaubsgestaltung hat sich in diesem Jahr stark in die eigene Heimat verlagert", ergänzt Susanne Volkheimer, Geschäftsführerin des Verbands, der seinen Sitz in Hofheim hat.

Besonders nachgefragt wurden, wie aus einer Pressemitteilung des Verbandes hervorgeht, Angebote zum Radfahren, für Wanderungen und Sehenswürdigkeiten. Somit bietet das im Februar neu erstellte Tourenportal des Haßberge-Tourismus mit ausführlichen Tour-Informationen zu Rad-, Wander- und Laufwegen sowie Sehenswürdigkeiten und Einkehrmöglichkeiten eine ideale Plattform, hieß es. Dies zeigen auch die stark gestiegenen Zugriffszahlen auf die Website www.hassberge-tourismus.de, besonders aus der näheren Umgebung. Während in den vergangenen Jahren der Großteil der Internet-Zugriffe aus Ballungsgebieten wie München, Frankfurt und Baden-Württemberg zu verzeichnen waren, kommen diese seit dem Corona-Lockdown vorwiegend aus dem Umkreis von 100 Kilometern. Genau diese Entwicklung sieht das Lebensraumkonzept des Tourismusverbandes vor: Es soll sowohl die Einheimischen wie auch die Gäste von außerhalb ansprechen.

Dennoch: Die Freizeit- und Tourismusbranche leidet wie viele andere Wirtschaftszweige stark unter der andauernden Corona-Pandemie. Dies wurde auf der Mitgliederversammlung bei Betrachtung der statistischen Kennzahlen in den Haßbergen mehr als deutlich. Durch Reiseverbote und freizeittechnische Einschränkungen brachen die Übernachtungszahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwischen Januar und August im Durchschnitt um etwa 50 Prozent ein.

Eine Besserung war jedoch in Sicht. "Anhand der Anrufe, der bestellten Broschüren und Website-Zugriffe konnten wir bereits gegen Ende des Lockdowns nachvollziehen, dass sich die Menschen in ganz Deutschland nach einem Tapetenwechsel sehnen und vor allem auch nach Regionen abseits der großen Besucherströme suchen. Von Mai bis Juni haben wir teilweise viermal so viele Gastgeberverzeichnisse sowie Rad- und Wanderbroschüren verschickt wie im letzten Jahr, und auch die direkte Beratung am Telefon hat entschieden zugenommen", berichtete Susanne Volkheimer.

Von dieser Sehnsucht haben besonders private Unterkünfte wie Ferienwohnungen und Ferienhäuser sowie die Betriebe, die online buchbar sind, profitiert. Zum einen wurde diese Beherbergungsform offensichtlich als "sicherer" empfunden, zum anderen hat die Corona-Pandemie die Digitalisierung im Tourismus noch einmal beschleunigt. So wurden im Juni beinahe doppelt so viele Übernachtungen online gebucht wie noch ein Jahr zuvor. Dieser Trend hält bis heute an.

Die Neuwahl

Zuletzt wurde auf der Mitgliederversammlung ein neuer Vorstand gewählt. Der Vorsitzende ist Wilhelm Schneider (Landrat Haßberge). Stellvertretender Vorsitzender ist Thomas Habermann (Landrat Rhön-Grabfeld). Im erweiterten Vorstand sind der Landrat Florian Töpper (Schweinfurt), Landrat Johann Kalb (Bamberg), Werner Angermüller (Bad Königshofen), Wolfgang Borst (Hofheim), Friedel Heckenlauer (Stadtlauringen), Tobias Roppelt (Baunach), Thomas Stadelmann (Zeil), Jürgen Hennemann (Ebern), Jürgen Heusinger (Sulzfeld), Günther Werner (Haßfurt), Claus Bittenbrünn (Königsberg), Helmut Dietz (Untermerzbach) und Wolfram Thein (Maroldsweisach). red