von unserem Mitarbeiter Alfred Thieret

Lichtenfels — In Krankenhäusern besteht ein besonderes Risiko, die Hände mit Keimen zu verseuchen und diese über die Hände weiterzuverbreiten. Die wichtigste Maßnahme zur Vermeidung der Keimübertragung ist daher die Händedesinfektion.
Deshalb beteiligte sich das Klinikum Lichtenfels wie in den Vorjahren am Mittwoch an dem alljährlichen Aktionstag "Saubere Hände", der in diesem Jahr bereits zum fünften Mal in der Eingangshalle des Helmut.-G.-Walther-Klinikums stattfand. Durch diese Aktion sollten Mitarbeiter, Patienten, Angehörige und Besucher für die wichtige und einfache Maßnahme der Händedesinfektion sensibilisiert werden.
Die Krankenhausdirektorin Eva Jungkunst betonte dann auch, dass sich diese Aktion zum Ziel gesetzt habe, die hygienische Händedesinfektion als einen Schwerpunkt für die Qualität und Sicherheit in der Patientenversorgung herauszustellen.

Drei Abteilungen ausgezeichnet

Ein Aktionstag lebe natürlich von den Aktionen und Aktivitäten der Organisatoren, hob der Hygieniker, Oberarzt Josef Woidich, hervor. Sein Dank galt deshalb allen beteiligten Mitarbeitern, insbesondere dem Pflegedienstleiter Reinhard Scherm und den Hygienefachkräften Angela Trütschel und Heidrun Weber. Woidich zeichnete auch drei der etwa 30 Abteilungen aus, die bei einem Hygienepreis ausschreiben als Sieger hervorgingen. Als glückliche Gewinner durften die internistische Abteilung des medizinischen Versorgungszentrums (MVZ), die Zentrale Sterilisationsversorgung und die Mitarbeiter der Pforte jeweils einen Geschenkkorb entgegennehmen.
Besondere Beachtung wurde den aseptischen Tätigkeiten geschenkt, um Infektionen der Patienten zu vermeiden. An Ständen informierten die Wundspezialisten des Klinikums, die Mitarbeiter des Kliniklabors und Schüler der Krankenpflegeschule sowie Firmenvertreter über die angesprochenen Themen.
So demonstrierte beispielsweise die medizinisch-technische Laborassistentin Sabine Jetter die Vorgehensweise bei einer Harnwegsinfektion, indem sie Urin auf einem Nährboden in einer Petrischale aufbrachte. Die ausgetesteten Keime unterzog sie dann einer Resistenzbestimmung auf Antibiotikawirksamkeit. Außerdem konnte man mit einem Fluoreszenztest mit UV-Schwarzlicht etwaige Benetzungslücken der Händedesinfektion visualisieren.
Auch die Kinder des Klinikum-Kindergartens waren vertreten, die zur Eröffnung des Aktionstages mit einem Lied all das ausdrückten, was für die Hygiene der Hände wichtig ist.