Unter den Augen von HSC-Cheftrainer Jan Gorr, sowie den Erstliga-Spielern Nico Büdel und Sebastian Weber hatte die nicht in kompletter Formation spielende HSC-Reserve gegen den Tabellenzweiten der 3. Liga Ost, MSG Groß Bieberau/Medau, deutlich 23:32 verloren. Trotz der Niederlage, die durchaus einkalkuliert wurde, bleiben die Coburger weiterhin auf Rang 12. Gegen den favorisierten Tabellenzweiten musste Trainer Ralph Baucke improvisieren. Ihm fehlten mit Nicola Franke und Max Drude zwei wertvolle Akteure, auch auf Benedikt Kellner war kein Rückgriff möglich. So holte er mit Christian Froschauer und Lukas Dude zwei Jugendspieler in den Kader, denn Johan Andersson, gerade vom Krankenlager kommend und ohne jeder Übungsstunde, war auch nur ein "Nothelfer".


HSC 2000 Coburg II gegen
MSG Groß Bieberau 23:32 (8:17)

Die hoch motivierten Gäste hatten mit dem 4:1 den besseren Start. Sie agierten viel zielstrebiger. Mit gutem Angriffsspiel sowie einer überaus aufmerksamen Deckungsarbeit zockten sie die teils hilflos anrennenden Coburger bis zum 7:15 ab. Zur Pause war beim 8:17 die Messe quasi schon gelesen.
Nach Wiederbeginn verkürzte der HSC den Rückstand um zwei Treffer, jedoch blieb die Steigerung ein kurzes Strohfeuer, denn nach dem 13:20 (38.) zog Biebarau mit einem Sechserlauf innerhalb von nur fünf Minuten uneinholbar davon. Es ist den HSC-Akteuren anzurechnen, dass sie nach diesem Spielstand noch einmal alles versuchten. Aber neben einfachsten Fehlern wurden wiederum beste Chancen vergeben und es war letztendlich den drei wackeren Torhütern des HSC sowie dem in der Schlussphase stark aufspielenden Hajck Karapetjan zu verdanken, dass es noch einigermaßen glimpflich abging.
Positiv war die Unterstützung der Fans: "Wir stehen wie eine Wand hinter Euch", so war auf einem Schild zu lesen.



Stimmen zum Spiel

HSC-Trainer Ralf Baucke: Die Gäste haben uns überlaufen und dann gibt ein Fehler den anderen. Die 2. Halbzeit war besser, darauf kann man zumindest ein kleines Aktenzeichen setzen. Der MSG war stark, da hätten wir auch mit allen unseren Spieler Schwierigkeiten gehabt. Wir haben jetzt elf Punkte und müssen, wenn wieder alles gesund ist, neu angreifen.
HSC-Spieler Lukas Wucherpfennig: Sie haben uns ziemlich überrascht, sie waren von Anfang bis Ende mit einem super hohen Tempo im Spiel, darauf waren wir nicht eingestellt. Dementsprechend hat dann auch das Abwehr-Torwartspiel nicht funktioniert. Ich muss einfach sagen, der gegner hat uns von Anfang an überrannt und wir hatten dem wenig entgegen zu setzen.
HSC-Spieler Christian Froschauer: In der ersten Hälfte haben wir einfach zu viele technische Fehler gehabt und zu viele Gegenstöße kassiert. Die zweite Hälfte fand ich aber akzeptabel.
HSC-Spieler Lukas Dude: Am Am Anfang waren wir vielleicht zu hektisch, machten ein bisschen zu viele leichtsinnige Fehler und haben leichte Würfe genommen und auch verworfen.