Zu den jüngsten Berichten aus dem Weisendorfer Gemeinderat: Weisendorf möchte bis 2030 seinen Strombedarf von derzeit 45 000 Megawattstunden selbst klimaneutral decken können. Knapp ein Viertel, nämlich durchschnittlich 10 000 MWh, werden im Schnitt bereits von der Biogasanlage in Kairlindach erzeugt. Dies erspart der Umwelt im Jahr rund 4000 Tonnen CO2 (beim deutschen Energiemix).

Nun sollte man meinen, dies wäre im Sinne der Grünen. Aber nein, genauso wie beim Bau stimmten sie diese Woche wieder dagegen. Diesmal gegen eine kleine Erweiterung, die dazu dienen soll, die Biogasanlage auch nach dem EEG wirtschaftlich betreiben zu können. Stattdessen fordern sie ein Nahwärmekonzept, anscheinend nicht wissend, dass Jürgen Schenk seine Wärme den Kairlindachern mehrmals angeboten hat und das Angebot weiterhin besteht.

Auch bei uns in Ulsenheim, einer Gemeinde mit 400 Einwohnern, waren einige Bürger skeptisch, als es darum ging, ein Nahwärmenetz aufzubauen, um die Abwärme zweier Biogasanlagen zu nutzen. Da gingen unsere Grünen zu den Zweiflern und konnten sie schließlich überzeugen, was dazu führte, dass mittlerweile nahezu das ganze Dorf kostengünstig mit Wärme versorgt und das Äquivalent von 300 000 Litern Heizöl pro Jahr eingespart wird.

Würden sich die Weisendorfer Grünen mit derselben Energie, mit der sie die Rindermastanlage verhindert haben, für ein Nahwärmenetz einsetzen, könnte es in Kairlindach schon gebaut sein.

Stattdessen meckern, verhindern und mit Nein stimmen. Solche "Grüne" sind der Garant, dass es mit den Klimazielen nichts wird. Gerhard Geuder

Ulsenheim