"Licht an" hieß es am Montagabend auf der Brandensteinsebene. Seit vergangener Woche war an der erweiterten Anflugbefeuerung für den Verkehrslandeplatz gearbeitet worden, nun folgte der erste Testlauf. Auf den insgesamt sieben Masten, die bis zu 20 Meter hoch sind, wurden die Lampen eingeschaltet, die sofort ein weißes Licht in die Umgebung verströmten. Diese erweiterte Anflugbefeuerung ist es, die auch künftig einen Instrumentenflug ermöglicht. Das Luftamt Nordbayern hatte die Verlängerung der Anflugbefeuerung Anfang des Jahres genehmigt. Damit können die bisherigen Instrumentenflugverfahren über den 31. Dezember 2019 hinaus unbefristet und ohne Einschränkungen genutzt werden.

Mit Hilfe der um 150 auf jetzt 300 Meter verlängerten Anflugbefeuerung können Piloten auch bei eingeschränkten Sichtbedingungen die Start- und Landebahn frühzeitig erkennen und sicher landen. Der An- und Abflug unter Instrumentenflugbedingungen bedeutet für die gewerblichen Nutzer des Flugplatzes eine größere Wetterunabhängigkeit.

Die Sicherstellung des dauerhaften Instrumentenflugbetriebes auf der Brandensteinsebene ist ein wesentlicher Bestandteil der sogenannten Kombilösung für Oberfranken West. Diese sieht die Ertüchtigung der Flugplätze Coburg und Bamberg für den dauerhaften Instrumentenflugbetrieb vor. So können in Zukunft die kleineren Flugzeuge in Coburg und die größeren Flugzeuge (bis zehn Tonnen) in Bamberg unter Instrumentenflugbedingungen starten und landen. ct/cw