Die Windräder im Windpark Sonnefeld (Kraiberg) dürfen jetzt doch wieder ganztägig im genehmigten Umfang betrieben werden. Die zuletzt angeordnete Drosselung wurde aufgehoben. Das hat das Landratsamt am Montag mitgeteilt.

Zur Vorgeschichte: Mit Bescheid des Landratsamtes vom 8. Dezember 2016 wurde nachträglich angeordnet, dass die fünf Windenergieanlagen des Windparks Sonnefeld in der Zeit von 22 bis 6 Uhr gedrosselt zu betreiben sind. Diese Drosselung zur Nachtzeit wurde mit Bescheid des Landratsamtes vom 23. Januar 2018 auf die Zeit von 6 bis 22 Uhr (tagsüber) - also dauernd - erweitert.

Grundlage dafür, den Betrieb Tag und Nacht gedrosselt laufen zu lassen, waren laut Pressemitteilung des Landratsamtes die im Betrieb festgestellte Überschreitung der im Genehmigungsbescheid festgelegten Immissionsrichtwertanteile sowie tonale Auffälligkeiten, also Geräusche. Diese wurden durch ein Gutachten im November 2016 belegt. Der Betreiber des Windparks wollte durch technische Maßnahmen eine Reduzierung der Schallemissionen herbeiführen, um die im Genehmigungsbescheid festgelegten Immissionsrichtwertanteile einhalten zu können. Deren Einhaltung sollte durch ein erneutes Gutachten nachgewiesen werden.

Mittlerweile wurden die technischen Maßnahmen abgeschlossen und ein neues schalltechnisches Gutachten vorgelegt, wie das Landratsamt Coburg nun mitteilt. Darin wird bescheinigt, dass die geforderten Immissionsrichtwertanteile aus dem Genehmigungsbescheid an allen Immissionsorten eingehalten werden und auf Basis der schalltechnischen Untersuchungen jetzt keine relevante Tonhaltigkeit im Sinne der TA-Lärm mehr vorliegt. Der Betreiber des Windparks hat jetzt im Januar 2019 die Aufhebung der Bescheide des Landratsamtes vom 8. Dezember 2016 und 23. Januar 2018 hinsichtlich der Drosselung beantragt. Das Landratsamt hielt es deshalb für "unumgänglich", wie es in der Pressemitteilung heißt, die Bescheide aufzuheben. Die Begründung: "Die sachliche Rechtfertigung für die nachträglichen Anordnungen ist entfallen." red