In der voll besetzten Arena des TSV feierte der Musikverein Frankenwald mit der Jugendblaskapelle Unterpreppach ein gelungenes Herbstfest. Die Gastkapelle aus Unterfranken war zum Gegenbesuch mit einer beeindruckenden Personalstärke gekommen und überzeugte mit einem abwechslungsreichen Programm.
Dirigent Stefan Groh leitete sein Ensemble souverän und offenbarte mit seiner Auswahl dem Publikum die vielen Facetten der Blasmusik: Ob bei Marschmusik, Polkas oder bekannten Schlagermelodien - die Musiker und Musikerinnen wussten auch bei Solostücken zu überzeugen. Sängerin Eva Arnold fasste die Melodien gekonnt in Worte, unterstützt von Melanie Hubatscheck und Stefan Groh.
Nach zwei Stunden wurde die Kapelle mit viel Applaus in den geselligen Teil des Abends entlassen und die Frankenwald-Musikanten um Dirigent Stephan Schmidt spielten auf.
Der erst 19-jährige musikalische Leiter spannte einen Bogen von Ernst Mosch zu Wolfgang Petry und zeigte, dass sich die beiden Genres böhmische Blasmusik und Schlager nicht ausschließen müssen. Mit seiner Gesangspartnerin Jana Büttner überzeugte er ebenso wie Lorena Herrmann, die mit ihrer klaren Stimme beim Titel "One moment in time" für Gänsehaut-Feeling sorgte.
"Die können ja nicht nur Kirchweih", stellte ein Besucher überrascht fest und freute sich besonders über die gelungenen Einlagen der beiden Schlagzeuger Alexander Schmidt und Jonas Löffler bei der Polka "In der Weinschenke" - diese wird auf Flaschen gespielt - und bei der Amboss-Polka.
Trotz neuem Programm durfte die typische Kirchweihmusik nicht fehlen. So wurde bis weit nach Mitternacht getanzt und ein fröhliches Herbstfest gefeiert.
Zum Abschluss läuteten die "Glocken von Bayerisch Zell" das Ende des Abends ein. Voller Stolz über die gelungene Premiere zeigte sich Vorsitzender Hubert Vetter und war sich sicher, dass die Veranstaltung im nächsten Jahr eine Fortsetzung finden wird. hm