Das zentrale historische Thema Bad Kissingens in diesem Jahr ist das Gefecht in und um die Kurstadt während des deutschen Bruderkriegs von 1866. Kulturreferent Peter Weidisch stellt Verlauf und Folgen dieses Kampfes am Donnerstag, 23. Juni, im Museum Obere Saline vor. Beginn des Vortrags ist um 19 Uhr.
Bad Kissingen ist einer der bedeutenden Schauplätze des Bruderkriegs von 1866. Preußische und bayerische Verbände waren damals am 10. Juli in und um Kissingen aufeinander getroffen. Der Stadt selbst blieben die schlimmsten Schäden erspart, da die Preußen von einem Frontalangriff mit Artillerie absahen. Doch gab es mehr als 300 Gefallene und fast 1300 Verletzte zu beklagen. Hilfskräfte, Ärzte, Bürgerinnen und Bürger, ja sogar Kurgäste halfen bis an die Belastungsgrenzen bei der Versorgung der Verletzten und der Verpflegung der siegreichen rund 20 000 Mann starken preußischen Truppen.
Doch hatte der Krieg auch weitere Folgen. Im Rahmenprogramm zur Sonderausstellung "10. Juli 1866: Das Gefecht bei Kissingen und die Folgen" im Musum Obere Saline zeigt Kulturreferent Peter Weidisch die unmittelbaren und mittelbaren Folgen dieser Kampfhandlungen in seinem Vortrag "Das Kurbad. Das Gefecht am 10.7.1866. Die Folgen" auf.


Unmittelbare Konsequenzen

So war der Einsatz des 1863 gegründeten Roten Kreuzes nach der Schlacht vom 10. Juli 1866 in Bad Kissingen dessen erster Einsatz auf bayerischem Boden gewesen. Die Erfahrungen in Kissingen mit den vielen nicht identifiziert begrabenen Gefallenen trugen auch mit zur Einführung der Erkennungsmarken für Soldaten bei.
Das Königreich Bayern investierte in die Infrastruktur Bad Kissingens, hatten doch die Bayern beim Kissinger Gefecht auch mit logistischen Problemen zu kämpfen. 1867 ebnete König Ludwig II. deshalb den Weg zum Eisenbahnbau. 1871 konnte die Strecke Bad Kissingen Schweinfurt eröffnet werden. red