Ein auffallend riesiger Truck steht in der kommenden Woche bei der Gebrüder Waasner Elektrotechnische Fabrik GmbH in Forchheim. Das ungewöhnliche Mobil beherbergt ein Schulungszentrum für Arbeitssicherheit mit Demonstrationslabor und Multimedia-Kino.
Unter dem Motto "Gefahr erkennen - Gesundheitsschäden vermeiden" ist die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse vor Ort, um mit rund 370 Beschäftigten vom Auszubildenden bis zum Abteilungsleiter die Unfall- und Gesundheitsgefahren der Arbeit zu analysieren und Wege für die weitere Optimierung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes zu besprechen. Gerd Saffer, Fachkraft für Arbeitssicherheit des Unternehmens, erklärt zu der Aktion: "Technisch und organisatorisch wird bei uns alles gegen Arbeitsunfälle und Gesundheitsgefahren getan. Zu jedem Arbeitsplatz gibt es eine Gefährdungsbeurteilung und daraus abgeleitete Schutzmaßnahmen, die schon bei der Planung der Arbeitsabläufe berücksichtigt werden. Und wir schulen regelmäßig unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dieses Mal haben wir die Experten der Berufsgenossenschaft mit ihrem Trainingstruck eingeladen. Betriebsfremde Experten können die Motivation zu sicherheitsgerechtem Verhalten weiter verstärken und den Blick fürs Risiko, den siebten Sinn für Gefahren schärfen."
Die Fachleute der Berufsgenossenschaft demonstrieren den Mitarbeitern in kleinen Gruppen aus den verschiedenen Arbeitsbereichen mit Filmen und Experimenten sowohl gefährliches als auch vorbildliches Verhalten beim Umgang mit elektrischem Strom, bei der Einrichtung und Bedienung von Pressen, beim innerbetrieblichen Lastentransport mit Kränen, Staplern und Hubwagen, beim Beladen von Fahrzeugen und der Sicherung der Ladung sowie bei Arbeiten mit Gefahrstoffen wie Lacken und Lösemitteln. Sie informieren auch über die richtige Anwendung der jeweils notwendigen persönlichen Schutzausrüstung wie z. B. Kopfschutz, Gehörschutz, Schutzbrille, Handschuhe und Sicherheitsschuhe und geben praktische Tipps zur Vermeidung von Gesundheitsstörungen. "Vieles, was krank macht, tut nicht sofort weh", sagt Dipl.-Ingenieurin Ute Kutscher von der Technischen Aufsicht und Beratung (TAB) der Berufsgenossenschaft, "aber die Summe der kleinen Nachlässigkeiten führt dann einschleichend zu bleibenden Gesundheitsschäden". red