Der kleine Ortsteil von Meeder mit einer Einwohnerzahl von rund 60 Bürgern verfügt über eine gut funktionierende Feuerwehr. Das spiegelte sich beim Ehrungsabend verdienter und langjähriger aktiver Feuerwehrleute wider. Das staatliche Ehrenabzeichen mit Urkunde für 40 Jahre Dienst in der Feuerwehr erhielten Bernd Güntzel und Wolfgang Fischer.
Bei der Begrüßung wies Kommandant Wolfgang Fischer auf die personelle Situation der Feuerwehr Mirsdorf hin. Da es an Jugendlichen mangele, müsse die Lücke eventuell mit Frauen oder Quereinsteigern geschlossen werden. "Eine Gruppe mit neun aktiven Feuerwehrleuten muss erhalten bleiben", betonte er. Die technische Ausrüstung für die Wehr sei vorhanden, zumal im Vorjahr eine neue Pumpe zusammen mit der Gemeinde Meeder und dem Feuerwehrverein angeschafft worden sei.
Als Vorbilder für Politiker nannte der stellvertretende Landrat Christian Gunsenheimer (FW) die freiwilligen Feuerwehren. Von diesen könnten jene noch etwas lernen. "Die Kameraden sind stetig da und einsetzbar", sagte Gunsenheimer.
Es sei ein kontinuierlicher Prozess, junge Leute in die Wehr zu holen, die dann auch Verantwortung übernähmen. Er lobte die Leidenschaft und Bereitschaft, die von den Feuerwehrleuten erbracht wird. Diese enorme Leistung sollte mehr nach außen getragen werden.
Christian Gunsenheimer überbrachte Grüße von Landrat Michael Busch (SPD) und übernahm die Ehrung für zwei Männer, die ihren Dienst mit Leidenschaft seit 40 Jahren ausüben. Das staatliche Ehrenzeichen und eine Urkunde überreichte er Bernd Güntzel. Dessen Werdegang in der Feuerwehr verlas Kreisbrandmeister Manfred Brückner. Bernd Güntzel war 20 Jahre der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, hat alle Leistungsprüfungen der Stufen eins bis sechs abgelegt und an verschiedenen Lehrgängen teilgenommen.
Ebenfalls Ehrenzeichen und Urkunde erhielt Wolfgang Fischer, der auch alle Leistungsprüfungen abgelegt und zahlreiche Lehrgänge besucht hat, angefangen mit der Maschinisten-, Truppmann-, Gruppenführer- und Sprechfunker- bis hin zur Digitalfunk-Ausbildung und zum Kurs "Leiter einer Wehr". Beiden wurde ein Gutschein mit Schreiben des bayerischen Innenministerium für einen einwöchigen Aufenthalt im Feuerwehrerholungsheim in Bayerisch Gmain überreicht.
Im Namen der Gemeinde Meeder gratulierte Bürgermeister Bernd Höfer (CSU) den Geehrten und übergab eine Figur des heiligen Florians, des Schutzpatrons der Feuerwehr. Damit solle symbolisch die Wertschätzung der Gemeinde zum Ausdruck gebracht werden, sagte Höfer. Glückwünsche sprach auch Kreisbrandinspektor Stefan Püls aus und überbrachte Grüße von Kreisbrandrat Manfred Lorenz. Die Ausbildung und Geräte hätten sich in den vergangenen 40 Jahren enorm verändert. Deshalb seien Fortbildungen immer erforderlich. Bei der Autobahn 73 und dem kommenden ICE seien die Feuerwehren gefordert. Sie hätten die Unterstützung des Landrats und des Landkreises. "Allerdings darf der bayerische Staat nicht alle Aufgaben auf ehrenamtlicher Basis erledigen lassen", meinte Püls.
Kommandant Wolfgang Fischer und sein Stellvertreter Benjamin Otto nahmen schließlich noch Ernennungen vor. Julia Bär wurde nach zehn Jahren Dienst zur Oberfeuerwehrfrau, René Güntzel wurde zum Oberfeuerwehrmann ernannt. Beide begannen in der Jugendfeuerwehr mit Wissenstest und Leistungsmarsch. Zu Hauptfeuerwehrmännern wurden Michael Bräutigam und Peter Beiersdorfer nach 20 Jahren Dienst befördert. kagü