Trabelsdorf — Martha Langer, geborene Steinbrich, feierte in Trabelsdorf ihren 90. Geburtstag. Geboren ist die Jubilarin in Steinkunzendorf, früheres Schlesien, wo sie als Drittälteste von sieben Geschwistern ihre Jugend verbrachte. Nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 wurde Frau Langer und ihre Familie aus Schlesien vertrieben und sie fanden in Hohengüßbach eine neue Heimat.
Durch Zufall traf Martha Langer dort ihren späteren Mann Walter wieder, der ebenfalls aus ihrem früheren Heimatort vertrieben worden war. Sie heirateten dann 1952 in Bischberg. Beruflich bedingt zog das junge Paar nach Haßfurt, da Walter Langer dort viele Jahre in der Spinnerei tätig war. 1957 kam ihr Sohn Klaus in Haßfurt auf die Welt. Da Martha Langer die Familie sehr wichtig ist, zog es sie 1966 zurück nach Bischberg, um näher bei Eltern und Geschwistern zu sein, die alle dort lebten. Im Jahr 1988 starb Walter Langer leider viel zu früh. Die Witwe suchte sich danach eine Beschäftigung bei der Firma Basel. Als Begleitperson für behinderte Kinder im Bus arbeitet sie fast zehn Jahre für das Busunternehmen.
Die Zeit mit der Familie ist der Jubilarin noch immer sehr wichtig. Mit ihrer älteren Schwester Grete unternahm sie sehr viele schöne Wochenendausflüge mit dem Auto. Auch Kochen und Backen für die ganze Familie - insbesonders für den Sohn, die Schwiegertochter, die zwei Enkel und zwei Urenkel - waren Beschäftigungen, denen Martha Langer oft und gern nachgegangen ist. Seit etwa zwei Jahren ist sie schwer erkrankt und daher zur Pflege im Marienheim Trabelsdorf. Doch auch dort wird sie fast täglich von ihren Angehörigen besucht.
Zu ihrem Ehrentag gratulierte neben der Familie im Namen der Gemeinde Lisberg Erster Bürgermeister Michael Bergrab (ÜPL), der auch die Glückwünsche des Landkreises übermittelte. red