Michael Memmel Fahrrad und Bamberg - wie eng beides miteinander verwachsen ist, illustriert dieses Bild einer Leserin vom Kunigundendamm. Für sie ist es jedoch mehr als ein Sinnbild. "Man könnte doch einfach mal eingewachsene, defekte, offensichtlich gestohlene und abgestellte Fahrräder entfernen. So hätten dann auch Fußgänger die Möglichkeit auszuweichen, wenn ihnen wieder einmal ein Radfahrer auf dem Gehweg entgegen kommt", schreibt die Frau. Die Schrotträder in Bamberg standen schon öfters im Fokus - die Stadt versichert dazu stets, darauf ein Auge zu haben und diese regelmäßig zu entfernen. Trotzdem bleiben sie Teil des Stadtbilds. Zum Abschluss unserer Themenwoche Mobilität dazu ein Vorschlag: Die vergessenen Räder lassen sich auch als moderne Kunst verstehen, quasi als Verkehrsstillleben. Und in diesem Fall sogar als Interpretation der politischen Situation: Grüne Triebe überwuchern das einst stolze Schwarz, das überraschend als Fahrrad daherkommt. Der rote Rost ist schon verschwunden.