Eine weitere wichtige Etappe wurde vom Geflügelzuchtverein Weismain erreicht. Nach langen Planungen und Vorarbeiten sowie vielfältigen Eigenleistungen konnten in der Zuchtanlage des Vereins die ersten Rassetiere "einziehen".

Natürlich war dies ein Ereignis, das alle im Verein mit dem Vorsitzenden Hans Schramm und seinem Stellvertreter Vinzenz Dorsch an der Spitze mit Stolz erfüllte, denn mit der großen Zuchtanlage in unmittelbarer Nachbarschaft des Tennisclubs Weismain und des Trainingsgeländes des SCW Obermain fügt sich die dritte Gemeinschaftseinrichtung wie ein Mosaikstein in den Freizeitbereich von Weismain ein. Viele Züchter hatten sich in den vergangenen Wochen schon umgesehen, die Volieren waren fast alle schon fertig mit Netzen überspannt und abgesperrt, so dass die ersten Hühner Einzug halten konnten.

Jugendarbeit im Fokus

Prächtige Rassetiere, wie Einwohner und Urlaubsgäste anmerkten, die die Anlage an diesem Tag erstmals zu Gesicht bekamen. Ein ganz besonderes Anliegen im Verein ist natürlich die Jugendarbeit und das engagierte Züchten entsprechend der Rassemerkmale von Tauben, Zwerghühnern, Hühnern, des Groß- und Wassergeflügels, die erst dann in ihrer ganzen Schönheit in den unterschiedlichsten Rassen und Farben zur Geltung kommen, wenn sie sich auf einer großen Ausstellung einer breiten Öffentlichkeit präsentieren können.

Und dies ist das Dilemma der derzeitigen Situation, in der sich alle Rassegeflügelzüchter befinden: Es finden kaum Ausstellungen, Lokalschauen und Taubenmärkte statt und aufgrund der Corona-Pandemie blieb dem Geflügelzuchtverein Weismain keine andere Wahl als auch seine allseits beliebte und geschätzte Obermain-Jura-Schau, die er zusammen mit den Nachbarvereinen Burgkunstadt und Altenkunstadt veranstaltet, abzusagen. Die einzige Hoffnung bleibt den Züchtern nur noch mit Blickrichtung Leipzig, denn die Bundesschau darf nach dem heutigen Stand stattfinden.

Brakel und Lakenfelder

Als die Mitglieder erstmals einen Blick in die Vereinsvolieren werfen durften, blieb dies natürlich den Rassegeflügelliebhabern der Kinder- und Jugendgruppe vorbehalten. Alle waren voll des Stolzes, denn die ersten Brakel, Rhodeländer und Lakenfelder gackerten und scharrten bereits kräftig. Sie schienen sich alle recht wohlzufühlen, so war der Eindruck von den Vereinsmitgliedern.

Dabei wurde auch deutlich, mit wie viel Hingabe und Liebe zu den Tieren die Rassegeflügelzucht verbunden ist. Andererseits müssen aber gerade bei diesem Hobby auch jede Menge Umweltbewusstsein und Naturverständnis vorhanden sein. Dies wird besonders bei einem Blick auf das gesamte Gelände deutlich, das von einem grünen Gürtel umgeben ist.

In den kleinen Tauben- und Hühnerhäuschen gab es dann eine weitere Überraschung, denn die Hühner schienen sich schon so gut eingewöhnt zu haben, dass sie in ihrem neuen Zuhause bereits mit der Legetätigkeit begonnen hatten. Nachdem den "Einzug" des Rassegeflügels zunächst der Züchternachwuchs hautnah erlebt hatte, durften alle Mädchen und Jungen voller Stolz einmal die eigenen Tauben und Hühner sowie einen prächtigen Hasen präsentieren, die vielleicht bald einmal selbst lebendiger Bestandteil der Zuchtanlage sein werden.

Zuchtanlage für Hasen

Diese wird, wie Vorsitzender Hans Schramm angekündigte, demnächst der Öffentlichkeit vorgestellt. Vielleicht gelingt es bis dahin, auch eine weitere Freizeiteinrichtung in die gesamte Zuchtanlage mit einzubeziehen, denn bei allen Verantwortlichen im Verein ist auch ein Kinderspielplatz ein Herzensanliegen. dr