Seit November 2019 besteht die Selbsthilfegruppe "Eltern verstorbener Kinder" im Landkreis Haßberge. Das nächste Treffen dieser Gruppe findet am Dienstag, 20. Oktober, um 18 Uhr im Julius-Echter-Haus der Caritas in Haßfurt statt. Eine telefonische Anmeldung ist aufgrund der aktuellen Corona-Situation unbedingt erforderlich. Dies teilt die Leiterin der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe am Landratsamt Haßberge (Kos), Monika Strätz-Stopfer, mit.

"Der Verlust eines Kindes ist - so denken wir - das Schlimmste, das man sich vorstellen kann. Egal wie alt die Kinder sind. Nichts ist mehr, wie es einmal war. Plötzlich ist eine große Leere da", schildert die Leiterin der Gruppe ihre Empfindungen.

Diese Überlegungen brachten zwei Mütter verstorbener Kinder auf die Idee, eine Selbsthilfegruppe ins Leben zu rufen, um sich gegenseitig zu helfen und zu unterstützen. "Es hat uns sehr gut getan, sich einmal mit einer anderen betroffenen Person darüber auszutauschen. Manchmal ist es sehr schwer, in der eigenen Familie beziehungsweise im Freundeskreis darüber zu reden. Man möchte ja keinen zusätzlich damit belasten", berichtet die Gruppenleiterin weiter.

"Miteinander reden, zuhören, lachen, weinen oder dem Alltag einfach mal ein Stückchen Normalität zurückgeben", das wünschen sie sich von den Treffen der Gruppe.

"Die Zeit heilt alle Wunden. Dieser Spruch stimmt nicht. Die Wunde wird uns ein Leben lang begleiten. Wir können sie aber zusammen ein wenig verkleinern", heißt es.

Alle betroffenen Angehörigen, die an einem Treffen der Gruppe teilnehmen oder sich unverbindlich informieren wollen, können sich bei der Kos entweder telefonisch unter der Rufnummer 09521/27313 oder per E-Mail unter kos@hassberge.de melden. Die Gruppentreffen finden jeden dritten Dienstag im Monat um 18 Uhr statt. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation wird der jeweilige Treffpunkt gegebenenfalls kurzfristig angepasst und rechtzeitig vorher bekanntgegeben. Selbstverständlich werden alle Anfragen vertraulich behandelt. red